Eilmeldung
Deutschlandticket wird noch teurer
Aktualisiert am 30.09.2026 – 15:12 UhrLesedauer: 2 Min.
Das Deutschlandticket wird teurer. Ab Januar soll erhöht sich der Preis auf 66,80 Euro.
Das Deutschlandticket kostet ab Januar 66,80 Euro und damit 3,80 Euro mehr als bisher. Das hat der für die Preisgestaltung zuständige Koordinierungsrat auf einer heutigen Sitzung entschieden, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Das Jobticket, eine rabattierte Variante des Deutschlandtickets, kostet demnach künftig 63,46 Euro. Das Semesterticket steigt auf 40,08 Euro.
Das Deutschlandticket ist ein bundesweit gültiges Monatsabo für Busse und Bahnen im öffentlichen Nah- und Regionalverkehr. Es ist monatlich kündbar. Aktuell nutzen es dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen zufolge rund 14,5 Millionen Menschen.
Erstmals kein politischer Streit um Preis
Der künftige Abo-Preis wurde erstmals nicht politisch ausgehandelt, sondern mit Hilfe einer bestimmten Formel berechnet. Der Preisindex bildet auf Basis statistischer Daten die Kostenentwicklung etwa von Personal und Energie nach, die die Unternehmen schultern müssen. Je stärker also die Inflation ausfällt, umso teurer wird auch das Deutschlandticket. Außerdem wird berücksichtigt, dass die Ausgleichszahlungen von Bund und Ländern in Höhe von 3 Milliarden Euro jedes Jahr fix sind und nicht dynamisch steigen. Abschließend darüber beraten hat dann noch der „Koordinierungsrat Deutschlandticket“, zu dem Bund, Länder, kommunale Spitzenverbände und Verkehrsbranche gehören.
Mit diesem Vorgehen soll verhindert werden, dass jedes Jahr ein politischer Streit über die Finanzierung des Deutschlandtickets ausbricht. Nutzerinnen und Nutzer sollen so sicher sein können, dass das Angebot fortbesteht.
„Der heutige Beschluss des Koordinierungsrats schafft frühzeitig Klarheit“, teilte der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen mit. „Fahrgäste, Verkehrsunternehmen und Verbünde können sich ab sofort auf den neuen Preis von 66,80 Euro ab dem 1. Januar 2027 einstellen.“ Es sei verständlich, dass die Preiserhöhung in Zeiten steigender Verbraucherpreise für manche Fahrgäste schmerzhaft sei. „Zugleich treffen die allgemeinen Kostensteigerungen auch die Verkehrsunternehmen hart.“
Ursprünglicher Preis war 49 Euro

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Der Fahrschein war 2023 als 49-Euro-Ticket gestartet. Für die Verkehrsverbünde ist es ein dickes Verlustgeschäft. Deshalb finanzieren Bund und Länder das Ticket mit je 1,5 Milliarden Euro pro Jahr.