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Porsche baut Tausende Stellen ab
Aktualisiert am 27.07.2026 – 14:40 UhrLesedauer: 1 Min.
Der Sportwagenbauer war einst der Goldesel des Volkswagenkonzerns. Doch das hat sich geändert – und jetzt werden harte Einschnitte nötig.
Der Sportwagenbauer Porsche baut in der Region Stuttgart weitere 5.000 Stellen ab. Die Beschäftigungssicherung wird im Gegenzug bis Ende 2035 verlängert, wie Unternehmen und Gesamtbetriebsrat nach einer Betriebsversammlung im Stammwerk Stuttgart mitteilten. Bis dahin sollen außerdem 2,1 Milliarden Euro in den Standort Zuffenhausen und das Entwicklungszentrum in Weissach investiert werden.
Die Mitarbeitenden sollen über Fluktuation, Altersteilzeit und Aufhebungsverträge sozialverträglich ausscheiden. Zusammen mit dem im vergangenen Jahr beschlossenen Wegfall müssen damit rund 8900 Beschäftigte das Unternehmen verlassen. Bei Tochterunternehmen werden rund 500 Jobs gestrichen, wie schon angekündigt wurde.
Porsche steckt in der Krise, weil das Geschäft in China einbricht, die erhöhten US-Zölle belasten und sich die enormen Investitionen in Elektroautos nicht auszahlen. Bis zum Rekordhoch vor drei Jahren von rund 320.000 Verkäufen hatte die Volkswagen-Tochter einen Boom erlebt. Die Belegschaft war seit 2015 um 75 Prozent auf zuletzt gut 42.000 Jobs gestiegen. Doch seither sank der Absatz immer schneller – für dieses Jahr prognostizierte Porsche im April 250.000 Fahrzeuge.
Beim Gewinn, der 2025 operativ auf 413 Millionen von 5,6 Milliarden Euro im Vorjahr eingebrochen war, wollen die Schwaben die Wende schaffen. Im ersten Halbjahr verdiente der MDax-Konzern 1,35 Milliarden Euro, eine Marge von 7,8 Prozent. Jahrelang war Porsche mit einer Marge von rund 15 Prozent der profitabelste deutsche Autobauer und neben Audi die Cash-Cow des VW-Konzerns.
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