Bei Köln
Verdacht auf Straftat: Störung im Umspannwerk Bergheim
Aktualisiert am 02.09.2026 – 06:44 UhrLesedauer: 1 Min.
Nach einer Störung an einem Umspannwerk bei Köln ermittelt die Polizei wegen einer möglichen Straftat. Ein technischer Defekt gilt derzeit als unwahrscheinlich.
Nach einer Störung an einem Umspannwerk in Bergheim (Rhein-Erft-Kreis) bei Köln geht die Polizei von einer vorsätzlichen Tat aus. „Wir gehen nach aktuellem Ermittlungsstand nicht von einem technischen Defekt, sondern von einer vorsätzlichen Tat, einer Straftat, aus“, sagte ein Sprecher der Polizei Essen auf Anfrage. Ursache und Hintergründe seien noch unklar.
Die Polizei war dem Sprecher zufolge am Dienstagabend gegen 20 Uhr wegen einer technischen Störung zu dem Umspannwerk im Bergheimer Ortsteil Rheidt gerufen worden. Durch einen Kurzschluss seien mehrere Leitungen ausgefallen. Zu einem Ausfall der allgemeinen Stromversorgung kam es nach bisherigen Erkenntnissen nicht. Das Werk gehört zum Energieversorger Amprion, der den Vorfall bestätigte.
Mehrere Anschläge in der Vergangenheit
Die Polizei Essen hat die Ermittlungen übernommen und tauscht sich nach eigenen Angaben eng mit Amprion und dem Netzbetreiber RWE aus.
Erst am Dienstagmorgen hatten Unbekannte nahe dem Kohlekraftwerk Jänschwalde in Brandenburg versucht, Kurzschlüsse an Höchstspannungsleitungen auszulösen. In zwei Fällen gelang dies nach Behördenangaben. Die Polizei ermittelt wegen Sabotage. In den vergangenen Monaten gab es weitere Vorfälle an der Strominfrastruktur. So zündeten im Januar mutmaßlich linksextreme Täter Starkstromleitungen nahe einem Kraftwerk im Südwesten Berlins an.
