Münchner Schauspielerin
Christine Neubauer dreht Roadmovie in der Atacama-Wüste
02.09.2026 – 05:53 UhrLesedauer: 2 Min.
Christine Neubauer steht in Chile für ihren neuen Film vor der Kamera. Dabei erlebt die Münchnerin einen Drehort, der auch privat eine besondere Rolle spielt.
Die Schauspielerin Christine Neubauer dreht in Chile ihren neuen Film „La Puta Vida“ („Das verdammte Leben“). Gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Chilenen José Luis Campos, sowie vier weiteren Co-Produzenten realisiert die Münchnerin das spanischsprachige Roadmovie, an dem insgesamt fünf Länder beteiligt sind. Regie führt der Chilene Sebastián Araya Serrano. Die Dreharbeiten fanden zunächst in Santiago de Chile statt, inzwischen ist das Team in die Atacama-Wüste weitergezogen.
Neubauer spielt Emma, die als Kind ihrer Familie entrissen wurde und in der Sekte Colonia Dignidad aufwuchs. An ihrer Seite spielt die chilenische Schauspielerin Claudia Di Girolamo die Trickbetrügerin Olga; gemeinsam werden die beiden Figuren von einem Auftragskiller namens Jairo verfolgt, gespielt vom kolumbianischen Schauspieler Claudio Catano, bekannt aus „Hundert Jahre Einsamkeit“.
Neubauer sprach mit Opfern der Colonia-Dignidad
Zur Vorbereitung auf ihre Rolle sprach Neubauer mit realen Opfern des Colonia-Dignidad-Sektenführers Paul Schäfer. Die Begegnung habe sie stark mitgenommen: „Dieser eine Tag hat mich emotional komplett aus den Angeln gehoben“, wird die Schauspielerin von der „Abendzeitung“ zitiert. Es sei eine der intensivsten Erfahrungen gewesen, die sie je für einen Film gemacht habe.
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- Christine Neubauer: „Der Ballermann ist nicht Mallorca“
Der Film wird komplett auf Spanisch gedreht – eine Sprache, die Neubauer zwar gut beherrscht, die aber nicht ihre Muttersprache ist. Nach drei Wochen Drehzeit habe sich das beim Spielen verändert: „Ich denke, die Sprache beim Spielen nicht mehr. Sie kommt einfach. Sie kommt aus mir und aus der Figur.“
Für Neubauer hat das Projekt auch privat Bedeutung: Ihr Ehemann Campos stammt aus Chile, das Land ist für sie neben München und Mallorca zu einer Art zweiter Heimat geworden. Die Dreharbeiten enden ausgerechnet dort, wo sich das Paar einst bei früheren Filmarbeiten kennengelernt hat – in der Atacama-Wüste.
