Verfolgungsjagd am Berliner Ku’damm

Polizei schießt auf Gehweg-Raser


Aktualisiert am 04.11.2026 – 08:51 UhrLesedauer: 2 Min.

Der Kurfürstendamm (Archivbild): Hier floh der Smart-Fahrer vor der Polizei. (Quelle: IMAGO/Jürgen Ritter/imago)

Lebensgefährliche Szenen am Berliner Ku’damm. Ein Auto mit Straftätern rast über den Gehweg. Fußgänger müssen zur Seite springen – dann schießt die Polizei.

Ein Polizist hat in Berlin einen Smart-Fahrer mit einem Schuss gestoppt. Vorausgegangen war eine Verfolgungsjagd am Berliner Kurfürstendamm.

Eine Zivilstreife der Polizei hatte das schwarz-silberne Auto am Dienstagnachmittag kontrollieren wollen. Am Steuer saß ein Mann, daneben eine Frau. Als die Beamten ihr Blaulicht aufs Autodach stellten, gab der Fahrer Gas.

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Es entwickelte sich eine gefährliche Verfolgungsjagd. Auf der Flucht habe der Autofahrer mehrfach durch Wendemanöver versucht, Polizeikräfte anzufahren, sagte ein Polizeisprecher. Der Smart Forfour raste mehrfach über Gehwege, beschädigte parkende Fahrzeuge, brach durch Poller und brachte Passanten in Not. „Die sind zur Seite gesprungen“, sagte der Polizeisprecher.

Zehn Streifenwagen gegen einen Smart

Die Verfolgung habe sich auf der Uhlandstraße in Berlin-Charlottenburg abgespielt – die Straße kreuzt die Einkaufsmeile Ku’damm. Zehn Streifenwagen seien im Einsatz gewesen.

Wie die „Bild“-Zeitung berichtete, sprangen Beamte aus ihren Autos und versuchten, den Raser auf dem Gehweg zu stoppen. Als der Fahrer zum wiederholten Mal wendete und zurückkam, hätten die Beamten versucht, die Türen des Smarts zu öffnen. Mit ihren Dienstwaffen schlugen sie demnach gegen die Scheiben, konnten diese aber nicht zerstören.

Verfolgungsjagd am Ku’damm: Mann und Frau mit falschen Pässen

Schließlich habe ein Polizist einen Schuss auf einen Reifen des Wagens abgegeben. Damit sei das Auto gewissermaßen „aus dem Rennen genommen“ worden, sagte der Polizeisprecher. Schließlich sei der Wagen stecken geblieben.

Der Mann und die Frau wurden festgenommen. Bei der Überprüfung wurde auch der Grund für ihren verzweifelten Fluchtversuch deutlich: Gegen beide lagen Haftbefehle vor. „Sie haben noch offene Freiheitsstrafen“, erklärte der Polizeisprecher. Zudem hätten sie gefälschte Papiere bei sich gehabt. Was für Straftaten die beiden bisher begangen hatten, blieb zunächst unklar.

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