Thema bei „Aktenzeichen XY“

Nach mehr als einem Vierteljahrhundert: Neue Spur in Cold Case

Aktualisiert am 06.05.2026 – 14:14 UhrLesedauer: 2 Min.

Aufnahme des getöteten Arztes: Die Ermittler gehen davon aus, dass er seinen Mörder kannte. (Quelle: Polizeipräsidium Offenburg)

Nach seiner Schicht macht sich ein Arzt aus der Klinik auf den Weg. Wenig später wird er tot aufgefunden. Jetzt rollt die Polizei den Fall neu auf.

Seit mehr als einem Vierteljahrhundert tappen die Ermittler im Fall eines ermordeten Arztes aus Lahr im Dunkeln. Jetzt hat die Polizei den Fall neu aufgerollt und hofft auf einen Durchbruch. Wie die Behörde am Montag mitteilte, gibt es „vielversprechende neue Ermittlungsansätze“ – eine „umfassende Neubewertung“ sei deswegen angebracht. In der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ soll am Mittwochabend über den Fall gesprochen werden.

Der 39-jährige Narkosearzt Bernhard B. war am 21. Januar 2000 von einer Passantin erwürgt in einem Gebüsch entdeckt worden. Laut Ermittlern hatte der Mann kurz zuvor seinen Arbeitsort – das Herzzentrum Lahr – verlassen und war auf dem Weg zum Bahnhof. Ermittler schlussfolgerten damals, dass B. wahrscheinlich an einem anderen Ort umgebracht wurde.

Die Sonderkommission „Römer“ ermittelte wochenlang, zwischenzeitlich gab es auch einen Verdächtigen, über 500 Spuren wurden ausgewertet. Persönliche Gegenstände des Toten – etwa Jacke, Ausweis oder Portemonnaie – konnten von den Ermittlern nie aufgefunden werden.

Wie die Polizei mitteilte, seien aus dem beruflichen Umfeld des Mannes neue Hinweise an die Beamten herangetragen worden. Die Ermittler erhoffen sich auch von neuen Ermittlungstechniken einen Durchbruch. In einer Mitteilung hieß es: „Derzeit laufen Analysen von DNA-Spuren, die einem möglichen Täter oder dessen Umfeld zugeordnet werden könnten.“

Die Polizei verfolgt jetzt die These, dass sich Opfer und Täter kannten. Am Abend des Mordes sei es „zu einer eskalierenden Auseinandersetzung“ gekommen, so die Überzeugung.

Die Polizei hofft darauf, dass sich im Zuge der ZDF-Sendung Zeugen erinnern und anrufen. Auch unbedeutende Beobachtungen könnten potenziell hilfreich sein. Laut Polizei wurde eine Belohnung von 3.000 Euro ausgesetzt.

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