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Polizei löst Bauernprotest im Hamburger Hafen auf

wochentlich.deBy wochentlich.de29 Januar 2024Keine Kommentare3 Mins Read
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Polizei löst Bauernprotest im Hamburger Hafen auf
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Mit hunderten Fahrzeugen haben Bauern am Montag in Hamburg protestiert. Im Süden der Hansestadt gab es Ärger mit der Polizei.

Wegen einer Blockade von rund 100 Traktoren mussten Auto- und Lastwagenfahrer im Süden Hamburgs am Montagmorgen sehr viel Geduld aufbringen. Mit einer unangemeldeten Versammlung hatten Bäuerinnen und Bauern rund um den Finkenwerder Ring im Bereich des Hafens protestiert.

„Das hat Auswirkungen bis zur Köhlbrandbrücke und darüber hinaus. In Richtung Finkenwerder/Waltershof geht nichts mehr“, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur. Wie Fotos von Reportern vor Ort zeigen, hatten die Bauern Misthaufen auf der Straße verteilt und Reifen sowie eine Feuertonne entzündet.

Kilometerlanger Stau auf A7 wegen Treckerblockaden

Die Abfahrt Waltershof der Autobahn A7 musste wegen der Blockaden in beide Richtungen gesperrt werden. Viele Lkw standen im Stau, wie ein Sprecher der Verkehrsleitzentrale auf Anfrage von t-online sagte. Vereinzelt waren auch Autos dabei. Es kam zu massiven Verkehrseinschränkungen in der gesamten Umgebung.

Die A7 Richtung Süden staute sich ab Stellingen auf zehn Kilometern bis zur Anschlussstelle Waltershof. Richtung Norden staute es sich zwischen Autobahndreieck Süd-West und der Anschlussstelle Waltershof auf acht Kilometern.

Polizei fordert Bauern zur Beendigung der Demonstration auf

Die Polizei war vor Ort, um mit den Bauern zu verhandeln. Auch der technische Zug der Bereitschaftspolizei wurde angefordert, um sich auf die Räumung der Treckerblockade am Finkenwerder Ring vorzubereiten. Mehrfach wurden die Teilnehmer aufgefordert, die Demonstration zu beenden und mit ihren Fahrzeugen die Straße zu räumen. Dies geschah per Lautsprecherdurchsage, wie ein Reporter vor Ort berichtet. Auch die Personalien der Teilnehmer wurden teilweise festgestellt.

Die unangemeldete Versammlung sollte in den Mittagsstunden von der Polizei aufgelöst werden, eine entsprechende Verfügung sei bereits ausgesprochen worden, sagte der Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur dazu.

Bauern blockieren Verkehr – auch ÖPNV betroffen

Rund um den Bahnhof Hamburg-Dammtor reihte sich am Montagmittag Trecker an Trecker, kein Auto bewegte sich mehr: Mit ihren Protesten haben die Landwirtinnen und Landwirte den Straßenverkehr in Hamburg an mehreren Stellen teils für mehrere Stunden zum Stillstand gebracht. „Die Zwischenkundgebung läuft. Wir haben zwischen Grindelallee und Alsterglacis rund 550 Traktoren gezählt“, sagte ein Polizeisprecher. Rund um den Bahnhof konnten deshalb auch weder Busse, Autos noch Lastwagen fahren. „Es ist komplett dicht.“

Ursprünglich hatte die Polizei rund 1500 Fahrzeuge erwartet. Die privaten Anmelder hatten die Aufzüge mit dem Tenor „Gegen Steuer- und Bürokratiewahn“ bei der Polizei angemeldet.

Am Bahnhof Dammtor hatten die Bauern zahlreiche Traktoren vor dem Hauptgebäude der Universität aufgestellt. Das Hupen, Pfeifen und Tröten der Bauern und Traktoren war weithin zu hören. Auch der Hamburger Verkehrsverbund hvv informierte über Einschränkungen im Busverkehr. So fuhren beispielsweise die Linie 4, 5 und 19 nur verkürzt. Fahrgäste sollten – wenn möglich – die U- und S-Bahnen nutzen. Die Fern- und Regionalzüge sowie die S-Bahnen waren nach dem vorzeitigen Ende des Warnstreiks wieder weitgehend regulär unterwegs.

Verkehrseinschränkungen auch am Nachmittag erwartet

Die Landwirtinnen und Landwirte kamen am Morgen aus fünf Richtungen in die Stadt gefahren. Die Sternfahrt aus Marmstorf, Rahlstedt, Bergedorf, Lurup und Rissen ging Richtung Hamburg-Dammtor. Nach der Zwischenkundgebung am Bahnhof-Dammtor wollten sich die Landwirte mit ihren Treckern wieder zu den Landesgrenzen bewegen. Entsprechend langsam sollte es auch am Nachmittag auf den Straßen Hamburgs vorangehen. Die Polizei hatte alle Verkehrsteilnehmer eindringlich gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren. Welche Strecken betroffen sind, lesen Sie hier.

Auslöser der bundesweiten Proteste der Bauern war eine Entscheidung der Bundesregierung, Agrardiesel nicht länger subventionieren und die Kfz-Steuerbefreiung für Landwirtschaftsfahrzeuge beenden zu wollen. Die Pläne wurden inzwischen abgeschwächt: Die Vergünstigungen auf den Agrardiesel sollen schrittweise bis 2026 gestrichen werden, die Kfz-Steuerbefreiung bleibt.

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