Protestcamp in Köln
„Rheinmetall entwaffnen“: Polizei rüstet sich für Einsatz
28.08.2026 – 09:51 UhrLesedauer: 2 Min.
Im September findet im Inneren Grüngürtel in Köln eine Protestcamp von „Rheinmetall entwaffnen“ statt. Die Polizei berietet sich auf mehrere Aktionen vor.
In der ersten Septemberwoche planen Aktivisten unter dem Titel „Rheinmetall entwaffnen“ ein Protestcamp im Inneren Grüngürtel. Nach Angaben der Polizei soll das Camp vom 1. bis zum 6. September in Höhe des Fernsehturms Colonius stattfinden. Die Beamten erwarten demnach rund 500 Teilnehmer. Durch das Camp könne es im Bereich des Inneren Grüngürtels vorübergehend zu Beeinträchtigungen im Straßenverkehr kommen.
In der ersten Septemberwoche – und vor alle am „Antikriegstag“ am 1. September – bereitet sich die Polizei zudem auf mehrere Versammlungen und Protestaktionen vor. In der Spitze werde die Polizei bis zu 1.000 Beamte einsetzen, um einen sicheren Ablauf der Demonstrationen zu gewährleisten.
- „Liste Coesfeld“: Fast 6.800 Fälle sollen jetzt geprüft werden
- Sturzflut: Gletscherabbruch im Himalaja war bis ins Rheinland messbar
Köln: Diese Demonstrationen sind angekündigt
Wie Frank Wißbaum, der Leitende Polizeidirektion, erklärt, bereite sich die Polizei bereits seit mehreren Wochen auf das Protestcamp im Grüngürtel und weitere Versammlungen vor. „Die Versammlungsfreiheit und die Freiheit der Meinungsäußerung sind Eckpfeiler unserer Demokratie. Gleichzeitig dürfen wir die Beeinträchtigungen für die Menschen in Köln, etwa durch erforderliche Sperrungen, nicht aus den Augen verlieren“, sagte Wißbaum über die bevorstehende Herausforderung. Die Kölner Polizei stünde dafür auch unter anderem mit dem LKA NW und dem BKA im Austausch.
Mit Stand vom 28. August werden in der 1. Septemberwoche laut Polizei folgende Versammlungen und Protestationen im Kölner Stadtgebiet stattfinden:
- Dienstag, 1. September 2026: Unter dem Motto „Antikriegstag“ soll eine Demonstration mit 800 bis 900 Teilnehmern stattfinden. Der Demozug startet um 17 Uhr auf dem Friesenplatz und soll um 20.30 Uhr im Leo-Amann-Park in Ehrenfeld enden. Laut Polizei könne es ab dem Nachmittag bis zum Abend zu Verkehrsstörungen entlang der Venloer Straße kommen.
- Freitag, 4. September 2026: Ab 9 Uhr soll ein „Langer Marsch für Freiheit und Demokratie“ vom Bahnhofsvorplatz durch die Innenstadt ziehen, ehe er wieder am Bahnhofsvorplatz enden soll. Die Route umfasst die Trankgasse, die Komödienstraße, Zeughausstraße, Magnusstraße, Hohenzollernring, Kaiser-Wilhelm-Ring, Hansaring, Ebertplatz, Riehler Straße, Elsa-Brändström-Straße und das Konrad-Adenauer-Ufer. Laut Polizei sind für die Demonstration 2.000 Teilnehmer angemeldet.
- Samstag, 5. September 2026: Ab 13 Uhr sollen rund 500 Personen an einer Demonstration unter dem Motto „Frieden für alle auf der Welt“ teilnehmen, die voraussichtlich auf dem Vorplatz des Kölner Doms starten soll. Laut Polizei befindet sich die genaue Wegstrecke noch in der Abstimmung.
Informationen zu aktuellen Sperrungen, Umleitungen und zum Verlauf der Versammlungen sollen an allen Einsatztagen online auf den Social-Media-Kanälen sowie auf dem WhatsApp-Kanal der Polizei Köln bereitgestellt werden.