US-Geburtstag
Papst Leo setzt neue Spitze gegen Trump
Aktualisiert am 04.07.2026 – 11:34 UhrLesedauer: 2 Min.
Zum 250. Geburtstag der USA nimmt Papst Leo ein Video auf. Doch er spricht nicht nur ein heikles Thema an, sondern setzt auch ein deutliches Zeichen.
Papst Leo XIV. hat seinem Heimatland, den USA, zum 250. Geburtstag eine Botschaft mit auf den Weg gegeben. Als „Sohn dieses großartigen Landes“ bete er, dass die Ideale, die in der Unabhängigkeitserklärung ausgedrückt wurden, die USA weiter „in Einheit, Gerechtigkeit und Frieden“ leiten würden. Das Kirchenoberhaupt wies aber auch auf die Geschichte der USA als Einwanderungsland hin – was als Spitze gegen US-Präsident Trump gesehen werden könnte, der massiv gegen Einwanderer vorgeht.
In seiner Botschaft betonte der Papst, dass die USA zum Symbol für Freiheit wurden, weil das Land Einwanderern und deren Kindern ermöglichte, die Zukunft des Landes mitzugestalten.
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Im vergangenen Jahr hatte Leo XIV. kritisiert, dass jemand, der gegen Abtreibung ist, aber „mit der unmenschlichen Behandlung von Migranten einverstanden ist“, kaum das Leben befürworte.
Papst Leo XIV. setzt ein deutliches Zeichen
Anstatt zum US-Unabhängigkeitstag in seine Heimat USA zu reisen, setzte Papst Leo XIV. ein deutliches Zeichen und stattete Lampedusa einen Besuch ab. „Das ist ein bewusstes Signal“, erklärte der Theologe Andreas R. Batlogg im Gespräch mit t-online. „Der 4. Juli ist der Unabhängigkeitstag der USA. Leo XIV. ist zwar in Chicago geboren, aber er ist nicht der Papst der Amerikaner. Er lässt sich nicht vereinnahmen.“

Seine erste Reise hatte den Vorgänger von Papst Leo XIV., Papst Franziskus, 2013 nach Lampedusa geführt. „Die Botschaft hinter Leos Entscheidung: Vergesst die Migranten nicht. Vergesst die Menschen, die im Mittelmeer sterben, nicht“, so Batlogg.
