Es geht um die EM
Offenbar Razzia in der DFB-Zentrale
Aktualisiert am 01.07.2026 – 10:18 UhrLesedauer: 1 Min.
Vor zwei Jahren fand die EM in Deutschland statt. Nun kommt ein Verdacht auf, der angeblich sämtliche Ermittler in die DFB-Zentrale schickt.
Im Zuge der Fußball-Europameisterschaft 2024 in Deutschland ist es offenbar zu einer bundesweiten Razzia gekommen. Mehr als 150 Ermittler des Landeskriminalamtes Nordrhein-Westfalen sollen am Mittwochmorgen die DFB-Zentrale durchsucht haben. Das berichtet die „Bild“-Zeitung. Auch Stadtverwaltungen mehrerer EM-Spielorte sollen betroffen sein.
Hintergrund der Ermittlungen ist demnach der Verdacht der Vorteilsgewährung und Bestechung. Im Fokus stehen ein 66-jähriger Deutscher und ein 46-jähriger Franzose der „Euro 2024 GmbH“, der gemeinsamen Organisationsgesellschaft von DFB und Uefa. Die beiden Männer sollen Eintrittskarten für Topspiele sowie Reisen und Hotelaufenthalte womöglich illegal an ausgewählte Personen vergeben haben. Nun wird geprüft, ob unzulässige Vorteile gewährt wurden.
Deutscher soll finanziellen Vorteil genossen haben
Der Franzose sei damals für die Kommunikation mit den Austragungsorten zuständig gewesen und soll dies dem Bericht zufolge genutzt haben, um damalige Leiter der jeweiligen „EM-Büros“ zu Topspielen einzuladen. Der 66-jährige Ex-Verwaltungsmitarbeiter soll rund um das Halbfinale zwischen Spanien und Frankreich einen finanziellen Vorteil von rund 2.400 Euro erlangt haben.
Die Ermittler durchsuchen nun die Stadtverwaltungen Gelsenkirchen, Dortmund, Düsseldorf, Köln, Hamburg, Berlin, Frankfurt am Main, Stuttgart und München, wie es weiter heißt. Zudem gebe es zwei Razzien bei zwei Unternehmen in Nordrhein-Westfalen, einem Unternehmen in Bayern sowie bei der DFB-Zentrale.
