Tagung in Nürnberg
Kinderrechte trotz Sparzwang? Was Kommunen tun können
22.10.2026 – 18:07 UhrLesedauer: 1 Min.
Knappe Kassen und mehr Armut betreffen auch junge Menschen. Eine Fachtagung in Nürnberg sucht nach Lösungen.
Rund 100 Fachleute und Gäste berieten am 19. und 20. Oktober 2026 in Nürnberg über kommunale Kinderrechte. Eingeladen hatten die Bundesarbeitsgemeinschaft Kommunaler Kinderinteressenvertretungen (BAG) und das Deutsche Institut für Menschenrechte.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Städte Kinderrechte sichern, wenn Mittel knapper werden. Für Kinder und Jugendliche zeigt sich das im Alltag etwa bei Gesundheit, Bildung, Spiel und Freizeit, Mobilität, öffentlichem Raum, Beteiligung und beim Schutz vor Armut.
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Bürgermeister Nasser Ahmed (SPD), zuständig für Wohnen, Bauen und Stadtentwicklung, warnte davor, Kinder und Jugendliche in den aktuellen Spardebatten zu übersehen: „Gerade in Zeiten knapper Haushalte dürfen Kinder und Jugendliche nicht aus dem Blick geraten.“ Er ergänzt: Ihre Rechte müssen auch unter schwierigen Bedingungen Maßstab unseres Handelns bleiben.“
Die Veranstaltung wurde ausgerichtet in einer Zeit, in der die Kassen der Stadt Nürnberg klamm wie nie sind. Den Sparmaßnahmen fallen dabei vor allem soziale Projekte zum Opfer.
Kinderrechte stärken Demokratie
Elisabeth Ries (SPD), städtische Jugendreferentin, erklärt in der Pressemitteilung weiterhin: „Wer Kinder und Jugendliche ernst nimmt, stärkt nicht nur ihre persönliche Entwicklung, sondern auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt und unsere Demokratie.“ Sie sagte, Kinderrechte seien kein zusätzlicher Auftrag, sondern ein Maßstab für kommunales Handeln.
Für die BAG war die Tagung zugleich ein Jubiläum: Der Verein feierte sein zehnjähriges Bestehen. Nürnberg gehörte zu den Gründungsmitgliedern und war bereits in der Pilotphase dabei.