Prozess in Düsseldorf
Der „Maschsee-Mörder“ soll stark rückfallgefährdet sein
22.10.2026 – 18:22 UhrLesedauer: 2 Min.
Alexander K., bekannt als Maschsee-Mörder, steht in Düsseldorf erneut vor Gericht. Ein Gutachter hält ihn für gemeingefährlich und rückfallgefährdet.
Ein psychiatrischer Sachverständiger hat den als „Maschsee-Mörder“ bekannten Alexander K. am Landgericht Düsseldorf als schuldfähig eingestuft. Der 38-Jährige sei zwar emotional gestört und aggressiv, leide aber an keiner krankhaften Psychose, sagte der Gutachter. Zugleich stufte er den Angeklagten als gemeingefährlich und stark rückfallgefährdet ein.
Alexander K. ist wegen gefährlicher Körperverletzung und Geiselnahme angeklagt. Seine Ex-Freundin hatte ihn angezeigt. Die 34-Jährige soll er bedroht, misshandelt und in ihrer Wohnung eingesperrt haben. Kennengelernt hatten sich die beiden über TikTok. Nach seiner Entlassung aus der Haft im Sommer 2025 zog er zu ihr nach Düsseldorf. Laut ihrer Aussage verlief das Zusammenleben zunächst harmonisch.
„Maschsee-Mörder“: Aus Mordlust eine Prostituierte getötet
Kurz vor Weihnachten soll er sie nach einem Streit zu Boden gestoßen und gewürgt haben. Wenige Tage später soll er sie erneut misshandelt und in der Wohnung festgehalten haben. Am 11. Januar wurde er im Düsseldorfer Hauptbahnhof verhaftet.
K. bestreitet die Vorwürfe. Zu Prozessbeginn hatte er seine Unschuld beteuert und erklärt, kein Wort der Aussage seiner Ex-Freundin sei wahr. Dem psychiatrischen Gutachter schilderte er, die 34-Jährige sei eifersüchtig auf seine regen Kontakte gewesen und habe ihm Psychopharmaka ins Essen gemischt, um ihn bei sich zu halten. Er betonte außerdem, er sei Heiligabend mit zu ihren Eltern gefahren und habe dort Weihnachten verbracht.
Sein Verteidiger beantragte, Chat-Nachrichten im Prozess vorzuführen. „Das wird beweisen, dass nicht mein Mandant, sondern das vermeintliche Opfer eifersüchtig war“, sagte er.
Dem 38-Jährigen drohen nun bis zu 15 Jahre Haft sowie Sicherungsverwahrung. K. war 2025 nach einer zwölfjährigen Haftstrafe freigekommen. Er hatte 2012 in Hannover eine aus Ibbenbüren stammende Prostituierte getötet, zerstückelt und die Leichenteile in den Maschsee geworfen. Das Landgericht Hannover stellte damals fest, ihn habe pure Mordlust getrieben, und wies ihn in eine Psychiatrie ein.