Teamkollege Kaul sichert sich Silber
Leo Neugebauer gewinnt EM-Gold im Zehnkampf
Aktualisiert am 13.08.2026 – 22:50 UhrLesedauer: 2 Min.
Weltmeister und Olympiazweiter war er schon, jetzt hat Neugebauer seine Sammlung um eine EM-Medaille erweitert. Auch Teamkollege Niklas Kaul darf sich über Edelmetall freuen.
Leo Neugebauer und Niklas Kaul haben am Donnerstagabend bei den Europameisterschaften in Birmingham gleich für zwei deutsche Medaillen im Zehnkampf gesorgt. Während Weltmeister Neugebauer mit 8.611 Punkten Gold holte, sicherte sich Kaul mit nur 38 Punkten Rückstand Silber (8.573). Bronze ging an den Norweger Sander Skotheim (8.433). Der 21 Jahre alte Youngster Amadeus Gräber (8.162/Frankfurt) wurde Achter.
In einem packenden Zweikampf brachte er die abschließende Disziplin, die 1.500 Meter, die Entscheidung. Kaul, Europameister von 2022, hätte 22 Sekunden auf Neugebauer aufholen müssen, um sich den EM-Titel zu sichern. Er schaffte 18 Sekunden. Neugebauer rettete sich mit letzter Kraft ins Ziel, stürzte über die Ziellinie und ist erstmals Europameister.
Kaul: Silber bedeutet mir „ganz, ganz viel“
Kaul am ZDF-Mikrofon: „Heute war ich echt müde, aber über die zwei Tage hat es sehr, sehr viel Spaß gemacht. Deswegen bedeutet mir die Silbermedaille ganz, ganz viel.“
Über den abschließenden 1.500-Meter-Lauf sagte der 28-Jährige: „Kurz habe ich an Gold gedacht, aber dann war ich ganz schön blau. Dann habe ich es irgendwie ins Ziel gebracht, aber es war schon hart.“

Neugebauer sagte im Interview: „Die letzten 50 Meter haben mich meine Beine wieder ein bisschen im Stich gelassen. Ich habe alles gegeben, gekämpft und es hat knapp gereicht. Zwei deutsche Medaillen im Zehnkampf – es geht gar nicht besser.“
Der 26-Jährige hatte bei seinem EM-Debüt schon nach der zweiten Disziplin die Führung übernommen und schien lange auf Gold programmiert. Doch Neugebauer leistete sich auch immer wieder Wackler, hatte zudem unverschuldet großes Pech – so wurde der Olympia-Zweite beim Stabhochsprung Opfer einer peinlichen Panne der Organisatoren.

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Mehrmals stimmten Höhen und Abstände der Latte nicht, sodass Neugebauer neben Nerven auch Kraft einbüßte. „Es war wirklich chaotisch, das habe ich noch nie erlebt“, sagte er. Doch auch das konnte ihn auf dem Weg zu EM-Gold nicht mehr bremsen.