Diese Konkurrenz dürfte sich auf die Kosten niederschlagen. Epico hat dazu verschiedene Szenarien berechnet. In einem Szenario für das Jahr 2030 mit einer niedrigen Nachfrage nach Grüngas für Heizungen bei zugleich hohem CO2-Preis (122 Euro/Tonne) würden Eigentümer für die Bio-Treppe 69 Euro pro Jahr zusätzlich zahlen müssen, Eigentümer von Bestandsheizungen müssten nur sechs Euro mehr im Jahr stemmen. In einem Szenario mit einer hoher Nachfrage steigt der Preis allerdings deutlich: Die Grüngasquote kostet Eigentümer 14 Euro pro Jahr mehr, die Bio-Treppe 171 Euro zusätzlich.

Epico hat auch Preisszenarien für das Jahr 2035 ermittelt. Auch in diesem errechneten Szenario ist der CO2-Preis hoch, er liegt jetzt bei 200 Euro/Tonne. Im Szenario mit niedriger Nachfrage kostet die Grüngasquote 13 Euro pro Jahr, die Bio-Treppe schlägt mit 71 Euro zu Buche. Im Szenario mit höherer Nachfrage müssen Eigentümer von Bestandsheizungen für die Grüngasquote 64 Euro zahlen, für die Bio-Treppe wird es mit 337 Euro schon richtig teuer.

Diese Kosten beziehen sich nur auf den Biogasanteil; Erdgas- und CO2-Preis müssten noch hinzugerechnet werden.

Epico betont in der Analyse, dass die Kosten von sehr vielen einzelnen Faktoren abhängig sind. Unter anderem von der Höhe des europäischen CO2-Preises, der ab 2028 starten soll und sich sehr dynamisch entwickeln könnte. Zudem kommt es darauf an, woraus genau die grünen Gase bestehen: So dürfte Biomethan günstiger sein als Wasserstoff, der vor allem für industrielle Prozesse benötigt wird. Und natürlich kommt es darauf an, wie schnell und umfangreich die Infrastruktur zur Gewinnung und zum Transport der grünen Gase bereitgestellt werden kann.

Weber betont, dass die Kosten für Gasheizungsbesitzer gering gehalten werden können, wenn die Mehrheit der Eigentümer auf Wärmepumpen setzt. Dies müsse politisch begleitet werden, zum Beispiel, indem die Strompreise gesenkt werden. „Bleibt die Gasnachfrage unverändert hoch, können die Kosten weggaloppieren – dies kann und sollte vermieden werden.“

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