277 Beschäftigte

Autozulieferer Bayrak ist insolvent

Aktualisiert am 07.05.2026 – 15:47 UhrLesedauer: 2 Min.

Die sinkende Produktion in der Autoindustrie erfasst auch die Zulieferer. (Symbolbild). (Quelle: Marcus Brandt/dpa/dpa-bilder)

Deutschlands Autobranche steckt in der Krise. Nun trifft es auch den Zulieferer Bayrak. Das Unternehmen rutscht nicht zum ersten Mal in die Insolvenz.

Der renommierte Automobilzulieferer Bayrak Technik GmbH kommt nicht aus der Krise. Das Unternehmen aus dem niedersächsischen Rehburg-Loccum musste zum vierten Mal innerhalb von fünf Jahren Insolvenz anmelden. Knapp dreihundert Beschäftigte bangen um ihre Jobs.

„Trotz Eigentümerwechsel haben die Maßnahmen in der letzten Insolvenz nicht zu der angestrebten Stabilisierung des Standortes und zur nachhaltigen Sicherung der Arbeitsplätze in Rehburg-Loccum geführt“, so der Betriebsratsvorsitzende Holger Grau in einer Pressemitteilung der Gewerkschaft IGBCE.

Bayrak ist nach eigenen Angaben „führender Anbieter von Interieur, Exterieur und Fahrwerksteilen für die Automobilindustrie, sowie der Dichtungstechnik in Sanitär und Bauindustrie mit fundierter Fertigungs- und Entwicklungskompetenz in Thermoplasten, Elastomeren und Metallen für den Maschinenbau“. Steigende Energie- und Materialkosten machten dem Unternehmen aber zunehmend zu schaffen. So wurde zuletzt die Zahl der Standorte von vier auf zwei Werke reduziert.

Dennoch kommt das Unternehmen nicht aus der Krise. „Die Verlagerung der Produktion wurde zu sportlich geplant und mit zu geringen finanziellen Mitteln angegangen. Aber wir sind dennoch optimistisch, denn wir wissen, dass wir gute und gefragte Produkte entwickeln und herstellen“, monierte Betriebsratschef Grau.

Auch Lkw-Fertiger Daimler Truck erwägt die Verlagerung wichtiger Produktionsschritte ins Ausland.

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