Bürgermeister spricht Machtwort
Touristenmagnet in Millionenstadt wieder freigegeben
08.05.2026 – 16:58 UhrLesedauer: 1 Min.
Nach einem tragischen Unfall streitet München über die Eisbachwelle. In seiner ersten Amtshandlung trifft der neue Bürgermeister jetzt eine Entscheidung.
Das Surfen auf der Eisbachwelle im Englischen Garten in München ist ab sofort wieder erlaubt. Der neue Münchner Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) gab die Welle wenige Stunden nach der Bildung der neuen Rathauskoalition am Freitag wieder frei.
Nach einem tödlichen Unfall einer Surferin im vergangenen Jahr war das Wellenreiten im Englischen Garten zwischenzeitlich verboten worden. Mehrere Monate lang war die Welle zudem verschwunden: Bei der sogenannten Bachauskehr wurden natürliche Hindernisse aus dem Flussbett in der Isar entfernt. Die Welle konnte deswegen zunächst nicht mehr entstehen.
Unbekannte montierten in der Folge immer wieder Hindernisse in das Flussbett. Auch wenn es verboten war, wurde auf der neu entstandenen Welle immer wieder gesurft.
Oberbürgermeister Krause hatte bereits im Vorfeld angekündigt, dass er das Surfen im Englischen Garten wieder erlauben will. Er erklärte: „Das Surfen am Eisbach ist Teil des Münchner Lebensgefühls, die Eisbachwelle ist ein Wahrzeichen der Stadt München.“
Laut der neuen Regel darf die Welle jetzt wieder legal befahren werden – bis 22 Uhr und mit bestimmten, vorgeschriebenen Sicherheitsmaßnahmen.
Die Welle gibt es in München seit den 1970er Jahren. In den folgenden Jahren entwickelte sich die Welle zu einem Touristenmagneten und einem Kultort für Surfer. Die Eisbachwelle gilt als weltweit konstanteste und größte Flusswelle in einer Großstadt.
