Tod von Familie aus Hamburg
Türkische Medien ziehen Parallele zu früherem Todesfall
20.11.2025 – 02:32 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine Hamburger Familie stirbt in Istanbul. Nun zeigen türkische Medien: Es gab bereits einen ähnlichen Fall. Was damals mit einer Studentin geschah.
Nach dem Tod einer vierköpfigen Hamburger Familie in Istanbul ziehen türkische Medien Parallelen zu einem ähnlichen Fall: Vor einem Jahr starb dort eine deutsche Erasmusstudentin unter vergleichbaren Umständen – mutmaßlich ebenfalls durch Pestizide gegen Bettwanzen.
Im Fall der kürzlich verstorbenen Hamburger Familie gingen Behörden zunächst von einer Lebensmittelvergiftung aus. Am Dienstag wurde ein vorläufiger Bericht der türkischen Gerichtsmedizin bekannt. Darin heißt es dem Staatssender TRT zufolge, dass der Tod der Familie durch eine chemische Vergiftung im Hotel verursacht worden sein könnte.
Die Wahrscheinlichkeit einer Lebensmittelvergiftung werde als gering eingestuft. In dem Hotel der Familie im Stadtteil Fatih waren Berichten zufolge vor deren Tod Chemikalien zur Bekämpfung von Bettwanzen eingesetzt worden.
Nun wird ein ähnlicher Fall aus dem Vorjahr bekannt: Der Tod einer 21-jährigen Erasmusstudentin war zunächst ebenfalls mit einer Lebensmittelvergiftung erklärt worden, sagte der ihre Familie vertretende Anwalt Ekim Hakeri der Deutschen Presse-Agentur. Ein erst in diesem August erschienener forensischer Bericht sei jedoch zu dem Schluss gekommen, dass sie mutmaßlich durch Pestizide gegen Bettwanzen vergiftet wurde.
Die Staatsanwaltschaft habe diesbezüglich Ermittlungen aufgenommen. Das Mittel zur Bekämpfung von Bettwanzen sei im ersten Stockwerk eingesetzt worden, habe sich in Gas verwandelt und im ganzen Gebäude ausgebreitet, hieß es in dem Bericht. Die Studentin habe im zweiten Stock gewohnt. Nach Angaben der Tageszeitung „Hürriyet“ war die Studentin ebenfalls aus Hamburg.
