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Gesundheit

Neue Empfehlung zum Umgang mit Medikamenten

wochentlich.deBy wochentlich.de5 April 2024Keine Kommentare3 Mins Read
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Neue Empfehlung zum Umgang mit Medikamenten
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Viele Bluthochdruck-Patienten nehmen mehrere Medikamente ein, um die Erkrankung in den Griff zu bekommen. Doch manchmal reicht das nicht aus.

Millionen Deutsche leiden an Bluthochdruck und nehmen täglich Blutdrucksenker ein, um die Werte zu regulieren. Für Betroffene kann es frustrierend sein, wenn sie feststellen, dass trotz Medikamenten der Blutdruck nicht ausreichend gesenkt wird. Ein sogenannter therapieresistenter Bluthochdruck kann verschiedene Ursachen haben – und es gibt verschiedene Wege, damit umzugehen.

Wichtig

Von einem therapieresistenten Bluthochdruck spricht man, wenn die übliche Behandlung nicht ausreichend wirkt – der mit dem Arzt vereinbarte Zielwert für den Blutdruck also nicht erreicht wird, obwohl bereits drei verschiedene Blutdrucksenker in der höchsten verträglichen Dosis verordnet wurden. In der Regel sind das ein ACE-Hemmer oder ein Sartan, ein Calciumkanal-Blocker sowie ein Thiazid-artiges Diuretikum wie Chlortalidon oder Indapamid.

Bluthochdruck: Neue Leitlinie zum Umgang mit Medikamenten

Nun wurde die offizielle Patientenleitlinie zu Bluthochdruck überarbeitet. Sie gibt erstmals Antworten auf die Frage, was zu tun ist, wenn eine Therapie nicht anschlägt. Betroffene sollten beispielsweise in Rücksprache mit ihrem Arzt überprüfen,

  • ob das Medikament korrekt eingenommen wird,
  • ob die Dosis angepasst werden sollte oder
  • ob die Umstellung auf andere Wirkstoffe sinnvoll ist.

Auch mögliche Begleiterkrankungen sollten ärztlich abgeklärt werden. Laut Leitlinie können etwa Schlafapnoe, Schilddrüsen- oder Nierenerkrankungen sowie hormonelle Störungen hinter den hohen Werten stecken.

Weitere Gründe, warum Blutdrucksenker nicht wirken

Ein häufiges Problem ist demnach auch die Non-Adhärenz. Das bedeutet, Patienten fällt es schwer, ihre verordneten Medikamente täglich einzunehmen. Das Apothekenpersonal kann hierbei unterstützen und zum Beispiel Dosetten oder Erinnerungshilfen anbieten.

Die Ursache für therapieresistenten Bluthochdruck könnte ebenso bei einer Medikationsanalyse auffallen: Andere Medikamente könnten die Wirkung der blutdrucksenkenden Arzneimittel abschwächen oder selbst den Blutdruck erhöhen. Dies passiert häufig bei Kortikosteroiden (kortisonhaltigen Mitteln). In einem solchen Fall muss der Arzt entscheiden, welche Schritte einzuleiten sind.

Blutdruck senken: Medikamente und Lebensstilanpassung

Nicht zuletzt sollte geschaut werden, ob die nicht-medikamentösen Maßnahmen ausreichend eingehalten werden. Um Bluthochdruck erfolgreich zu behandeln, sollten Patienten ihren Salzkonsum reduzieren, auf eine gesunde Ernährung achten und sich viel bewegen. Ebenso können sich Rauchen, Alkohol und Energydrinks negativ auf den Blutdruck auswirken. Mehr dazu lesen Sie hier.

Generell rät die Patientenleitlinie, dass Sie als Betroffene offen und ehrlich mit Ihrem Arzt über mögliche Bedenken sprechen und so sicherstellen, dass Sie die richtige Behandlung erhalten. „Es geht nicht darum, Sie zu kritisieren, sondern darum, Ihnen zu helfen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen“, heißt es dort. Erst wenn alle Ursachen ausgeschlossen oder behoben seien, sollte die Therapie um ein weiteres Medikament erweitert werden. Zuvor werde eine zusätzliche Langzeit-Blutdruckmessung empfohlen.

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