Neues Modell vorgestellt

Beim BMW 3er endet eine Ära


30.09.2026 – 11:36 UhrLesedauer: 3 Min.

Ähnlicher Look, unterschiedliche Technik: Der neue 3er (links, rot) und der i3 zeigen ihre Familienzugehörigkeit. (Quelle: BMW/Fabian Kirchbauer)

Der neue 3er kommt 2027 auf den Markt. Unter einer vertrauten Optik verbergen sich dabei unterschiedliche technische Konzepte und eine wichtige Entscheidung bei den Motoren.

BMW schickt sein Volumenmodell in eine neue Generation – und das mit einer Zäsur: Erstmals seit über 40 Jahren verzichtet der Verbrenner-3er auf einen Dieselmotor. BMW setzt stattdessen auf eine Doppelstrategie: Der konventionelle 3er mit Benzinern fährt künftig Seite an Seite mit dem bereits bekannten vollelektrischen i3.

Vertraute Optik, unterschiedliche Basis

Optisch orientiert sich der neue 3er stark am i3. Hinter der weitgehend einheitlichen Optik stecken jedoch zwei unterschiedliche technische Konzepte: Der i3 nutzt die neue, konsequent auf Elektroantrieb ausgelegte Fahrzeugarchitektur des Konzerns, die sogenannte Neue Klasse, die auch Grundlage für das SUV iX3 ist. Der Verbrenner-3er basiert hingegen weiterhin auf der modifizierten Basis seines Vorgängers.

BMW 320i: Die Limousine hat etwas mehr Kofferraum als der elektrische i3. (Quelle: BMW/Fabian Kirchbauer)

Die unterschiedlichen Plattformen machen sich bei Abmessungen und Proportionen bemerkbar. So fallen die Überhänge beim Verbrenner etwas länger aus, während der Radstand technisch bedingt kürzer ausfällt. Die Gesamtlänge ist mit 4,77 Metern nahezu identisch. Im Vergleich zum Vorgänger wuchs der neue 3er um rund fünf Zentimeter in der Länge, knappe drei Zentimeter in der Breite und 15 Millimeter in der Höhe. Auch der Radstand legte um neun Millimeter zu. Beim Stauraum dreht sich das Verhältnis allerdings um: Der konventionelle 3er bietet 450 Liter Kofferraum und damit etwas mehr als der i3, der dafür unter der Fronthaube ein Extra-Fach („Frunk“) bereithält.

Benziner, Hybride und vollelektrische Optionen

Die Motorenpalette des Verbrenner-3er fällt zum Marktstart Anfang 2027 überschaubar aus. Eine Rückkehr des Diesels ist nach aktuellem Stand nicht geplant. Den Einstieg bilden zwei 2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner mit 48-Volt-Mildhybridtechnik. Der BMW 318 leistet 156 PS, der BMW 320 kommt auf 211 PS. Beide übertragen ihre Kraft über eine Achtgang-Automatik auf die Hinterräder. Darüber rangiert der BMW M350 xDrive mit einem 3,0-Liter-Reihensechszylinder, ebenfalls mildhybridisiert, mit 443 PS und Allradantrieb gekoppelt. Ein Modell mit Plug-in-Hybridantrieb ergänzt das Portfolio im Laufe des kommenden Jahres.

BMW i3: Hier sind die Überhänge etwas kürzer als beim 3er. (Quelle: Fabian Kirchbauer)

Die vollelektrische Seite bedient der BMW i3. Er ist zum Marktstart in zwei Ausführungen erhältlich. Der BMW i3 50 xDrive bietet eine Systemleistung von 345 kW (469 PS) und erreicht eine Reichweite von bis zu 912 Kilometern nach WLTP-Standard. Der BMW i3 40 xDrive kommt auf 275 kW (374 PS) und eine Reichweite von bis zu 710 Kilometern (WLTP). Beide Modelle nutzen 800-Volt-Technologie, was schnelle Ladezeiten ermöglicht. So kann der BMW i3 50 xDrive am DC-Schnelllader Energie für bis zu 423 Kilometer in zehn Minuten nachladen. Ein besonders dynamisches M Performance Modell, der BMW i3 M60 xDrive, folgt 2027.

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