Nach Niederlage gegen Ecuador
Nagelsmann hat jetzt ein großes Problem
Aktualisiert am 26.06.2026 – 17:11 UhrLesedauer: 3 Min.
Nach der Niederlage gegen Ecuador gesteht der Bundestrainer eine Schwäche seiner Mannschaft. Sein Problem: Er kann sie nicht beheben.
David Schafbuch berichtet aus East Rutherford, New Jersey
Julian Nagelsmann wollte die Niederlage nicht zu hoch hängen. Der Sieg von Ecuador im letzten WM-Gruppenspiel sei zwar verdient gewesen, räumte der Bundestrainer nach der Partie am Donnerstag auf der Pressekonferenz in East Rutherford ein. Aber „wir bauen jetzt nicht die Zelte ab“. Man fliege am Sonntag nach Boston, um dort am Montag das Sechzehntelfinale zu gewinnen. Der Gegner Deutschlands wird noch ermittelt.
Auf die anschließende Frage hatte Nagelsmann aber kaum eine Antwort parat: Auffällig sei gewesen, dass das DFB-Team gegen den Gegner körperliche Defizite aufgewiesen habe. Nagelsmann stimmte dem zu: Die Physis der Spieler sei eben „schwer zu trainieren, weil die Spieler eine gewisse Konstitution haben, die sie haben“, stellte Nagelsmann fest. Und: „Bis Montag werden wir uns nicht auftrainieren können im Oberkörperbereich. Das wird nicht möglich sein“, so der Bundestrainer.
Im Video | Dieses Tor schockt Deutschland
Player wird geladen
Konkrete Spieler nannte Nagelsmann in seiner Analyse nicht. Allerdings spricht viel dafür, dass die angesprochenen Defizite seiner Mannschaft im defensiven Mittelfeld zu verorten sind. Und damit auf einer Position, auf der der Bundestrainer eigentlich weitere Optionen hätte.
Dass es der Mannschaft möglicherweise an einer gewissen Physis mangelt, lässt sich statistisch belegen: Das DFB-Team hat in allen drei Vorrundenspielen weniger Zweikämpfe gewonnen als sein Gegner, auch beim 7:1-Erfolg gegen Curaçao.
Embed
Eine gelbe Karte, ein hohes Bein
Die beiden Spieler im defensiven Zentrum des DFB-Teams, Felix Nmecha und Aleksandar Pavlović, offenbarten gegen Ecuador in ihren persönlichen Statistiken Schwächen: Beide gewannen jeweils nur drei Zweikämpfe. Zum Vergleich: Pedro Vite, der sein Geld in Mexiko verdient, gewann elf direkte Duelle, so viele wie kein anderer auf dem Platz.
Für Felix Nmecha war das Spiel nach 64 Minuten beendet. Sein Kollege Pavlović war schon in der Halbzeit ausgewechselt worden. In den ersten 45 Minuten war Pavlović zudem verwarnt worden und mit einer Aktion vor dem deutschen Treffer von Leroy Sané aufgefallen: Der 22-Jährige traf Gegenspieler Pedro Vite mit dem rechten Bein im Gesicht.
