Nach sexueller Attacke

Tumult in Freibad – Bad schließt tagelang


03.07.2026 – 10:07 UhrLesedauer: 2 Min.

Freibad (Symbolbild): Eine Attacke vom vergangenen Sonntag hat anhaltende Folgen. (Quelle: IMAGO/Andy Bünning/imago)

Ein Mann bedrängt in einem Freibad eine junge Frau, dann explodiert die Situation. Der Bademeister wird angegriffen, immer mehr Männer kommen hinzu. Konsequenz: Das Bad schließt tagelang.

Nach einem sexualisierten Angriff auf eine junge Frau und anschließenden Attacken auf Bademeister und Sicherheitspersonal erlebt eine hessische Stadt aktuell tagelange Freibad-Schließungen. Ab Freitag soll das Bad zwar wieder öffnen, dies aber zunächst nur für das Wochenende.

„Wir bitten um Ihr Verständnis, dass ein Badebetrieb nur mit ausreichender Aufsicht durch qualifiziertes Fachpersonal angeboten werden kann“, teilte die Stadt Griesheim im südhessischen Landkreis Darmstadt-Dieburg mit. Am Montag (6. Juli) und am Dienstag (7. Juli) müsse das Bad daher erneut geschlossen bleiben.

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Erster Schließtag war der vergangene Montag. Am Abend zuvor war es zu einem Tumult im Bad gekommen. Laut Polizei soll ein 28 Jahre alter Mann eine 20-jährige Frau sexuell attackiert und im Schwimmbecken unsittlich berührt haben.

„Die Stadt Griesheim zeigt sich fassungslos“

Ein weiterer Mann galt zunächst ebenfalls als tatverdächtig. Der Bademeister und mehrere Personen des Sicherheitsdienstes gerieten daraufhin laut Polizei in einen körperlichen Konflikt mit den beiden Verdächtigen. Der Stadt zufolge kamen weitere Männer hinzu und griffen das Personal an.

Etwa 15 Männer seien beteiligt gewesen, meldete die Stadt, offenbar alle im Alter von Mitte bis Ende 20. Die Polizei führte die beiden zuerst verdächtigten Männer ab, andere Angreifer wurden des Bades verwiesen. Ein Bademeister und ein Sicherheitsdienstmitarbeiter erlitten leichte Verletzungen. Die Stadt zeigte sich schockiert: „In dieser Form gab es bisher keine Vorfälle im Griesheimer Freibad.“

Um in Zukunft wieder durchgehend öffnen zu können, müssten nun erst weitere Mitarbeiter für den Sicherheitsdienst gefunden werden, teilte die Stadt mit. Dabei sei das Team gerade erst aufgestockt worden. Es werde intensiv Personal gesucht, außerdem würden „die Diensteinsatzpläne den Gegebenheiten angepasst“. Schlusssatz der Kommune: „Die Stadt Griesheim zeigt sich fassungslos über den Vorfall.“

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