Geldstrafe und Fanblock gesperrt

DFB bestraft Zweitliga-Traditionsklub hart

Aktualisiert am 07.08.2026 – 18:38 UhrLesedauer: 2 Min.

Dresdens Spiel gegen Hertha BSC im April wurde von Ausschreitungen überschattet. (Quelle: Sebastian Kahnert/dpa/dpa-bilder)

Das DFB-Bundesgericht weist Dresdens Berufung nach den Krawallen im April ab. Beim Heimspiel gegen Darmstadt müssen die treuesten Anhänger draußen bleiben – das ist nicht die einzige Konsequenz.

Dynamo Dresden ist mit seiner Berufung gegen die Sanktionen nach den Ausschreitungen vom 4. April gescheitert. Das DFB-Bundesgericht hat das Urteil des Sportgerichts bestätigt: Beim ersten Saisonheimspiel gegen Darmstadt 98 am 16. August bleiben die Stehblöcke K1 bis K5, in denen normalerweise die eingefleischten Dynamo-Fans stehen, geschlossen.

Auslöser war das Zweitligaspiel gegen Hertha BSC in der vergangenen Saison, das Dynamo mit 0:1 verlor. Zuvor war es zu Auseinandersetzungen zwischen Anhängern beider Vereine und Mitarbeitern des Sicherheits- und Ordnungsdienstes gekommen. Anschließend stürmten mindestens 77 Dresdner Fans aus dem K-Block über das Spielfeld in Richtung des Gästeblocks. Dabei feuerten sie bengalische Feuer und Feuerwerksraketen auf Berliner Anhänger ab.

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Im Dresdner Block waren zuvor 27 pyrotechnische Gegenstände entzündet worden. Das Spiel musste 19 Minuten unterbrochen werden, mindestens 17 Personen wurden verletzt.

DFB: „Kann nicht ansatzweise hingenommen werden“

Der Vorsitzende des DFB-Bundesgerichts, Oskar Riedmeyer, begründete die Entscheidung: „Das Beschießen von Menschen mit Feuerwerkskörpern kann nicht ansatzweise hingenommen werden. Ebenso stellt das massenhafte Betreten des Innenraums, das eine Fortsetzung des Spiels unmöglich macht, einen Eingriff in den Wettbewerb dar, der unter allen Umständen verhindert werden muss.“

Neben dem Zuschauerteilausschluss muss Dresden 91.200 Euro Strafe zahlen. Eine Teilsperrung der betroffenen Blöcke für eine weitere Partie wurde bis zum Sommer 2027 zur Bewährung ausgesetzt. Für die nächsten beiden Duelle mit Hertha BSC gilt zudem: Jeweils nur die Hälfte der verfügbaren Gästekarten darf verkauft werden und diese müssen personalisiert sein.

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