Nach WM-Aus
Völler-Rücktritt könnte kommende Woche Realität werden
Aktualisiert am 04.07.2026 – 13:43 UhrLesedauer: 2 Min.
Rudi Völler kam 2023 zum DFB, um den deutschen Fußball wieder in höhere Sphären zu führen. Das ist ihm bisher nicht gelungen.
Zwischen Rudi Völler und Julian Nagelsmann bestand beim DFB ein enges Vertrauensverhältnis. Nach dem Rücktritt des Bundestrainers könnte nun auch der Sportdirektor vor einer richtungsweisenden Entscheidung stehen. Nach Informationen von „Sport 1“ beschäftigt sich der 66-Jährige mit einem Abschied vom DFB – trotz Vertrag bis 2028. Demnach könnte Völler seine Entscheidung bereits in der kommenden Woche bekannt geben.
Ob Völler beim Verband bleibt, hängt laut der Deutschen Presse-Agentur auch von der künftigen Besetzung des Trainerpostens ab. Daher soll es auch zeitnah einen Austausch zwischen ihm und Klopp geben.
Für Völler war das Engagement beim DFB stets eine Herzensangelegenheit. Immer wieder sprang der Weltmeister von 1990 und Vize-Weltmeister-Trainer von 2002 ein, wenn der Verband ihn brauchte. Nach der Trennung von Hansi Flick übernahm er im September 2023 sogar noch einmal selbst für ein Spiel das Amt des Bundestrainers.
- Effenberg-Kolumne: Auch Oliver Glasner kommt als Bundestrainer in Frage
- Hamann: „Kimmich sollte keine Rolle mehr spielen“
Duo Völler und Nagelsmann ähnelte Vater-Sohn-Verhältnis
Für Nagelsmann spielte Völler eine wichtige Rolle. Er war Mentor, Vertrauensperson und stand ihm auch in schwierigen Situationen zur Seite. Unter dem als Nachfolger so gut wie feststehenden Jürgen Klopp dürfte sich diese Rolle jedoch verändern. Klopp benötigt eine solche Bezugsperson offenbar nicht in gleichem Maße. Deshalb beschäftigt sich Völler mit seiner eigenen Zukunft.

Welche Aufgabe er künftig noch übernehmen kann und möchte, ist offen. Sollte Völler zu der Einschätzung kommen, dass er nicht mehr gebraucht wird, könnte er sich zum Abschied entschließen. Dem DFB steht ohnehin ein großer Umbruch bevor. Neben dem bereits zurückgetretenen Julian Nagelsmann und seinen beiden Co-Trainern Benjamin Glück und Benjamin Hübner wird auch Sport-Geschäftsführer Andreas Rettig seinen zum Jahresende auslaufenden Vertrag nicht verlängern.
Laut Informationen der „Bild“ werden DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Präsident des Bundesligisten Borussia Dortmund Hans-Joachim Watzke in Kürze in die USA fliegen und dort mit Jürgen Klopp sprechen. Ein Flug der Bosse des deutschen Fußballs zu einem Treffen mit dem Wunsch-Bundestrainer solle innerhalb der kommenden zehn Tage erfolgen, um „gegenseitige Vorstellungen auszutauschen“.
