Gewalttat in Memmingen

Mutmaßlicher Mörder war abgelehnter Asylbewerber


06.05.2026 – 08:15 UhrLesedauer: 2 Min.

Polizeieinsatz in Memmingen: Ein mutmaßlicher Kindermörder starb durch Schüsse der Polizei. (Quelle: Stein)

In einem leerstehenden Gebäude wird ein toter 14-Jähriger gefunden, aus einem Schrank springt ein Mann mit einem Messer. Jetzt werden Details zum mutmaßlichen Täter bekannt.

Der mutmaßliche Mörder von Memmingen war ein abgelehnter Asylbewerber. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilt, wurde der 37-Jährige in Abu Qash im von Israel besetzten Westjordanland geboren. Seine Nationalität sei unklar gewesen, hieß es weiter.

Offensichtlich konnte er deswegen nicht abgeschoben werden. Wie ein Sprecher der Regierung von Schwaben mitteilte, hatte der Mann eine Duldung in Deutschland. Laut Staatsanwaltschaft ist der Verdächtige in Deutschland zweimal rechtskräftig zu Geldstrafen verurteilt worden: einmal wegen Sachbeschädigung im Jahr 2021 und einmal wegen unerlaubten Aufenthalts ohne Pass im Jahr 2026.

Der Mann war am Montagabend bei dem Versuch, ihn festzunehmen, erschossen worden. Er wird verdächtigt, einen 14 Jahre alten Jungen getötet zu haben. Die Polizei hatte den Jungen zuvor unter anderem mit einem Hubschrauber gesucht, der Jugendliche galt seit Samstagabend als vermisst. Am Montagvormittag stießen die Beamten bei der Suche auf die Leiche des 14-Jährigen. Sie lag in einem leer stehenden Gebäude in der Nähe des Bahnhofs.

Bei der weiteren Absuche des Gebäudes entdeckten die Beamten den Tatverdächtigen in einem Schrank. Laut der Staatsanwaltschaft ging er mit einem Messer auf die Polizisten los und flüchtete dann zunächst.

Am Abend hätten die Ermittler den 37-Jährigen nach einem Hinweis vor einem Hallenbad in Memmingen entdeckt. Fünf Beamte in Zivil seien auf ihn zugegangen, der Verdächtige habe zunächst versucht, erneut zu flüchten. Er habe sich aber abrupt umgedreht, als sich die Beamten als solche zu erkennen gegeben hätten. Mit einem Messer sei er auf die Polizisten zugegangen, teilte die Staatsanwaltschaft weiter mit. Die Polizisten hätten den Mann daraufhin lautstark dazu aufgerufen, das Messer wegzulegen. Der 37-Jährige sei den Beamten aber weiter entgegengegangen.

Angesichts des kurzen Abstandes und der damit verbundenen Gefahr hätten die Beamten schließlich auf den Mann geschossen. Er sei mehrfach getroffen worden. Trotzdem habe der Verdächtige das Messer nicht losgelassen. Erst ein Polizist mit Schutzschild habe den Mann entwaffnen können. Danach sei der 37-Jährige medizinisch behandelt worden und später in einem Krankenhaus gestorben. Polizisten und Zeugen seien nicht verletzt worden.

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