Betreiber ist nicht versichert
Mutmaßlicher Cyberangriff auf Rewe-Markt – Kühlregale leer
Aktualisiert am 03.11.2026 – 08:51 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Rewe-Markt in Nordrhein-Westfalen ist offenbar zum Ziel eines Cyberangriffs geworden. Das hatte erhebliche Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb.
Ein mutmaßlicher Cyberangriff hat am Montag die Kältetechnik in einem Rewe-Supermarkt im nordrhein-westfälischen Raesfeld lahmgelegt. Unbekannte sollen die Steuerung manipuliert und Kühl- sowie Tiefkühlanlagen auf Abtauen gestellt haben – mit Temperaturen von bis zu plus 50 Grad Celsius, wie der Marktbetreiber im Portal Heimatreport.de berichtet.
Als der Supermarktbetreiber das Geschäft am Montagmorgen öffnete, habe er bemerkt, dass die Anlagen nicht mehr ordnungsgemäß arbeiteten. Später habe sich der Verdacht erhärtet, dass Unbekannte gezielt Zugriff auf die Steuerung genommen hätten. Nach Einschätzung des Betreibers sei die Manipulation so erfolgt, dass kein Alarm ausgelöst wurde, so konnte die Ware schnell verderben.
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Die Folgen waren überall im Markt deutlich sichtbar: leere Kühlregale und Tiefkühltruhen, aufgetaute Produkte, die bereits in Säcke gepackt wurden. Betroffen seien unter anderem Fleisch, Wurst, Käse, Joghurt sowie Pizza und weitere Tiefkühlprodukte. Sämtliche Waren aus den betroffenen Bereichen müssten entsorgt werden. Eine Weitergabe an soziale Einrichtungen komme nicht infrage, da die Kühlkette unterbrochen worden sei, so Büskens. Er hofft, dass die Anlagen noch am Montagnachmittag wieder laufen.
Rewe-Marktbetreiber hat keine Cyber-Versicherung abgeschlossen
Für Dienstag hat er eine Sonderbestellung in der Rewe-Zentrale angekündigt, um die entsorgten Lebensmittel möglichst schnell zu ersetzen. Wie hoch der Schaden ist, lässt sich nach Angaben des Betreibers derzeit nicht beziffern. Die Entsorgung übernimmt ein eigens beauftragtes Unternehmen.
Betroffen von der mutmaßlichen Cyberattacke sei eine Steuerungstechnik des Herstellers Danfoss. Das Wartungsunternehmen hatte den Marktbetreiber darüber informiert, dass auch mehrere Anlagen in anderen Teilen Deutschlands Probleme hätten. Danfoss erklärte laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Reuters, eigene Produkte seien von Angriffen auf Kühlanlagen europäischer Supermärkte betroffen gewesen. Ob der Vorfall in Raesfeld damit zusammenhängt, ist unbestätigt.
Büsken sagte zudem, er habe für den Markt keine eigene Cyberversicherung abgeschlossen. Die Datenverwaltung laufe zentral über die REWE-Gruppe. Ob und in welchem Umfang Versicherungen oder andere Regelungen den Schaden abdecken, ist offen.
