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Gesundheit

Multiple Sklerose: Sieben häufige Irrtümer

wochentlich.deBy wochentlich.de2 Juni 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Multiple Sklerose: Sieben häufige Irrtümer
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  • Bei Kindern von Menschen mit MS beträgt das Risiko 2 Prozent.
  • Bei Geschwistern von Menschen mit MS beträgt das Risiko 5 Prozent.
  • In der Allgemeinbevölkerung liegt das Risiko etwa bei 0,3 Prozent.

Vererbbar ist Multiple Sklerose jedoch nicht.

Irrtum 5: Eine Schwangerschaft mit MS ist gefährlich

Multiple Sklerose beeinträchtigt weder die Fruchtbarkeit, noch wirkt sie sich negativ auf die Schwangerschaft und Geburt aus: Beides verläuft für gewöhnlich komplikationslos. Frauen mit Kinderwunsch sollten jedoch vorzugsweise versuchen, in einer Phase geringer Krankheitsaktivität schwanger zu werden, weil dann das Risiko für Schübe in der Schwangerschaft geringer ist.

Auch umgekehrt gilt: Eine Schwangerschaft hat keinen negativen Einfluss auf den langfristigen Verlauf von Multipler Sklerose. Oft sinkt die Häufigkeit von MS-Schüben während einer Schwangerschaft sogar. Nach der Geburt steigt die Schubrate jedoch wieder an.

Fazit: Aus medizinischer Sicht spricht nichts dagegen, mit Multipler Sklerose Kinder zu bekommen. Allerdings bringen die Familienplanung, die Schwangerschaft und die Stillzeit zahlreiche Besonderheiten und Einschränkungen bei der MS-Behandlung mit sich, die es zu beachten gilt. Betroffene mit Kinderwunsch lassen sich daher am besten in einem MS-Schwerpunktzentrum beraten.

Irrtum 6: Menschen mit MS profitieren von einer speziellen Diät

In den Medien sind zahlreiche Diskussionen und Erfahrungsberichte zu finden, in denen es um die angeblich positive Wirkung bestimmter Diäten oder einzelner Nährstoffe auf Multiple Sklerose geht. Bislang gibt es jedoch keine einzige spezielle Ernährungs- oder Diätform, für die ein solcher Effekt hinreichend wissenschaftlich belegt ist.

Stattdessen ergeben sich immer mehr Hinweise darauf, dass eher die Ernährungsweise insgesamt die Symptome und den Verlauf von MS beeinflussen könnten. Diese Wirkung kommt womöglich über ernährungsbedingte Begleiterkrankungen (wie Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und Übergewicht oder Adipositas) zustande.

Daher ist für Menschen mit MS dieselbe Ernährung wie für die Allgemeinbevölkerung empfehlenswert: eine ausgewogene, pflanzenbetonte Kost, die förderlich für die Herz-Kreislauf-Gesundheit ist. Wer sich an die folgenden Ernährungstipps hält, ist dabei bereits auf einem guten Weg:

  • am besten Wasser trinken
  • viel unterschiedliches Gemüse und Obst essen
  • regelmäßig Hülsenfrüchte und Nüsse essen
  • Weißmehl- durch Vollkornprodukte ersetzen
  • pflanzliche Öle bevorzugen
  • täglich Milch und Milchprodukte in Maßen verzehren
  • jede Woche Fisch auf den Speiseplan setzen
  • den Konsum von Fleisch und Wurst einschränken
  • auf Süßes, Salziges und Fettiges lieber verzichten

Irrtum 7: Bei MS ist Sport nicht ratsam

Wärme kann Multiple Sklerose nicht verschlimmern, aber ihre Symptome vorübergehend verstärken. Daher fühlen sich viele Betroffene etwa bei warmem Wetter, nach einem heißen Bad oder bei einer fieberhaften Erkrankung schlechter. Körperliche Aktivität kann wegen der dabei steigenden Körpertemperatur denselben Effekt haben. Das ist vermutlich der Grund dafür, dass manche Menschen Sport bei MS für wenig ratsam halten.

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