Bei einem schweren Verlauf können sich die Symptome durch Komplikationen wie Nierenversagen oder Flüssigkeit in der Lunge plötzlich verschlimmern und schnell lebensbedrohlich werden. Bis zu 50 Prozent der Infektionen mit dem Andesvirus enden tödlich.

Wichtig zu wissen: Bei Erkrankungen durch die in Deutschland vorherrschenden Typen des Hantavirus ist die Prognose hingegen in der Regel gut, meist heilen sie von allein aus. Zu Todesfällen kommt es nur selten: Beim durch die Rötelmaus übertragenen Puumalavirus liegt die Sterblichkeit deutlich unter 0,1 Prozent, beim von der Brandmaus und der Gelbhalsmaus übertragenen Dobravavirus bei 0,3 bis 0,9 Prozent.

Wer Kontakt zu Personen hatte, die am Andesvirus erkrankt sind, und Tage oder Wochen später Symptome entwickelt, sollte umgehend ärztliche Hilfe in einem Krankenhaus suchen. Da sich die Beschwerden rasch verschlimmern können, ist eine frühzeitige medizinische Versorgung entscheidend. Um weitere Ansteckungen zu vermeiden, erfolgt die Behandlung in der Regel auf einer Isolierstation. Ob es sich tatsächlich um die Andesvariante des Hantavirus handelt, lässt sich mit einem PCR-Test feststellen.

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