Keine Langeweile aufkommen lassen

So vertreiben Sie sich die Wartezeit beim E-Auto-Laden


06.08.2026Lesedauer: 3 Min.

Mann im Auto: Powernap statt auf dem Handy scrollen – so wird die Ladepause zur echten Erholung. (Quelle: Olga Yastremska)

E-Auto laden heißt oft: warten. Mit ein paar einfachen Ideen wird die Pause zum nützlichen Stopp – und das Weiterfahren fühlt sich leichter an.

Schnelle Ladezeiten und immer höhere Ladeleistung, schön und gut. Auf dem Weg in den Urlaub zwingt der Akku aber auch Fahrer der modernsten E-Autos irgendwann an die Ladesäule. Einmal Vollladen dauert in der Regel etwas länger als ein Stopp an der Tankstelle.

Selbst bei hohen Leistungen der Ladesäule und einer hohen Ladeleistung des Autos sind je nach Ladestand und Größe des Akkus 15 bis 30 Minuten nötig, um mit einem halbwegs vollen Energiespeicher weiterfahren zu können. Wie vertreibt man sich da eigentlich die Zeit?

Einkaufen

Mittlerweile haben viele Supermärkte und andere Handelsbetriebe auf ihren Kundenparkplätzen Ladesäulen installiert. Einige, etwa der Discounter Lidl, locken zudem mit vergleichsweise niedrigen Strompreisen. Was sich in jedem Fall anbietet: die Ladezeit für einen Einkauf zu nutzen. Handelt es sich um einen Zwischenstopp auf einer längeren Reise, lässt sich bei dieser Gelegenheit auch Proviant für unterwegs besorgen oder gleich eine Mahlzeit einnehmen. Häufig finden sich entsprechende Angebote in Gewerbegebieten direkt an Autobahnausfahrten. Im Alltag wiederum kann man den ohnehin anstehenden Einkauf mit dem Ladevorgang kombinieren.

Audi Charging Hub Berlin: Die Lademöglichkeit befindet sich direkt neben einem Lebensmittelgeschäft. (Quelle: Audi)

Auch Ladeparks von Autoherstellern wie Audi oder Mercedes sind in der Nähe von Lebensmittelläden oder Restaurants angelegt, damit die Pause angenehmer ausfällt.

Essen gehen

Fast-Food-Ketten und andere Restaurants sind ebenfalls häufig mit Ladesäulen ausgestattet. Figurfreundlich ist das nicht immer. Eine Umfrage des Direktversicherers DA Direkt aus dem Frühjahr zeigt, dass mehr als jeder zweite E-Auto-Fahrer während des Ladens zu einer Mahlzeit oder einem Snack greift. Weil dabei oft Wurst, Schokoriegel und zuckerhaltige Getränke auf dem Speiseplan stehen, warnt der Versicherer augenzwinkernd vor „Ladepositas“. Wird das Naschen bei jedem Ladestopp zur Gewohnheit, kann sich die zusätzliche Kalorienzufuhr langfristig auf das Gewicht auswirken.

Ein kurzes Nickerchen

Stundenlanges Geradeausfahren auf der Autobahn macht vor allem eines: müde. Die Ladepause könnte deshalb zugleich eine willkommene Erholungspause sein, die etwa für einen Powernap reicht. In einigen Autos lassen sich die Vordersitze weit nach hinten kippen und ermöglichen so eine entspanntere Ruheposition. In größeren und variablen Fahrzeugen kann alternativ eine ins Heck passende Luftmatratze eine Pause im Liegen erlauben.

Einmal hinlegen, bitte: In einigen Fahrzeugen wie dem Kia EV9 lassen sich die Sitze weit zurücklehnen. (Quelle: Kia)

Wem es dabei gelingt, eine Viertelstunde wegzunicken, wird sich in den kommenden Stunden am Lenkrad meist deutlich fitter fühlen. Der dafür nötige Strom ist währenddessen reichlich in den Akku geflossen.

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