Besondere Fahrt
Deutschlands einzige Straßenbahn, die in einen Nationalpark fährt
09.07.2026 – 04:52 UhrLesedauer: 1 Min.

Seit 1898 fährt eine Bahn durchs Kirnitzschtal im Nationalpark Sächsische Schweiz. Der Tourismusverband nennt sie sogar weltweit einmalig.
Eine Straßenbahn, die in einen Nationalpark fährt – laut den Betreiber gibt es das nur einmal in Deutschland. Laut dem Tourismusverband ist das sogar weltweit einmalig. Eins ist klar: Die Kirnitzschtalbahn ist außergewöhnlich.
Auf rund acht Kilometern folgt die Straßenbahn dem Flüsschen Kirnitzsch von Bad Schandau bis zum Lichtenhainer Wasserfall. Von dort aus lässt sich zu Fuß auf den Wanderwegen noch tiefer in den Nationalpark ein. Seit 1898 rollt die Bahn durchs Tal und wurde von Anfang an für Touristen gebaut.

Bis heute wirkt noch vieles bei einer Fahrt mit der Überlandstraßenbahn wie eine Reise in eine andere Zeit. Vor allem bei einer Fahrt mit dem Museumswagen aus den Jahren 1926 bis 1938. Dann drängelt sich der Schaffner noch mit Tasche und Münzwechsler durch die Reihen, während es in den Kurven quietscht und ruckelt.
An jeder Haltestelle beginnt ein Wanderweg
Für Wanderer ist die Bahn mehr als ein Fotomotiv: Von jeder der neun Haltestellen starten Wege in die Felsenwelt – zu den Schrammsteinen, den Affensteinen oder zum Kuhstall, dem größten Felsentor der Sächsischen Schweiz. An der Endstation wartet der Lichtenhainer Wasserfall, der alle per Hand angeschaltet wird.
Von Dresden fährt die S1 direkt nach Bad Schandau. Vom Nationalparkbahnhof geht es per Fähre und kurzem Fußweg zum Kurpark – dort startet die Kirnitzschtalbahn.Das Deutschlandticket gilt auch auf der Kirnitzschtalbahn. Autofahrer erreichen Bad Schandau erst über die A4, dann die B172 in rund einer Stunde.
