Unternehmensumbau

Mister Spex streicht 125 Stellen


30.06.2026 – 12:33 UhrLesedauer: 2 Min.

Mister Spex-Logo: Der Brillenhändler schließt einen Logistik- und Produktionsstandort in Berlin. (Quelle: IMAGO/Harald Dostal/imago)

In Berlin stehen 125 Mitarbeiter von Mister Spex vor dem Aus. Das Unternehmen wird seit Monaten umgebaut, nun sollen ihre Jobs eingespart werden.

Der börsennotierte Brillenhändler Mister Spex muss sparen und schließt deshalb nach eigenen Angaben sein Logistik- und Produktionszentrum in Berlin-Spandau. 125 Beschäftigte verlieren ihre Jobs. Es ist nicht der erste Umbau des Unternehmens in den vergangenen Monaten.

Die Logistik übernimmt nun die Bertelsmann-Tochter Arvato, im Produktionsbereich wird die Zusammenarbeit mit Rodenstock vertieft. Die schrittweise Überführung der Bereiche soll der Pressemitteilung zufolge im Laufe der zweiten Jahreshälfte geschehen, zum Jahreswechsel 2026/2027 soll dann die vollständige Übernahme erfolgt sein.

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„2026 wird das Jahr des Umbaus“, sagt Mister Spex-CEO Tobias Krauss dem „Manager Magazin“. Demnach hatte sich der frühere Aufsichtsratschef im April 2025 selbst als CEO eingewechselt, nachdem die Gründer und langjährigen Geschäftsführer gegangen waren. Bereits als Aufsichtsratsvorsitzender begann er die Restrukturierungen, beendete das Auslandsgeschäft, reduzierte Rabattaktionen deutlich und entließ rund 10 Prozent der Belegschaft. Einst hatte Mister Spex 1.300 Angestellte, 2025 waren es keine 1.000 mehr, nun gehen weitere.

Krauss erhofft sich damit Einsparungen im mittleren einstelligen Millionenbereich, berichtet das „Manager Magazin“. Stattdessen will er in den Aufbau eines neuen Tech-Stacks investieren, das das Unternehmen gemeinsam mit dem US-Konzern Salesforce entwickelt. Und auch KI soll eine größere Rolle spielen. Mister Spex solle zur „Agentic AI Company“ werden, zitiert das Magazin Krauss weiter. So solle beispielsweise Werbung künftig mit KI produziert werden. Intern will Krauss dabei allerdings nicht mehr viel entwickeln, sondern stattdessen zukaufen.

Die Aktionäre hingegen scheinen wenig überzeugt vom Umbau. Der Börsenwert von Mister Spex liegt bereits seit fast einem Jahr auf Tiefstwerten unter 2 Euro.

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