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Politik

Ministerpräsidentin? BSW-Gründerin Wagenknecht weist Höcke-Vorschlag zurück

wochentlich.deBy wochentlich.de13 August 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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„Kein Wanderpokal“

Wagenknecht weist Höckes Vorschlag zurück

13.08.2026 – 13:53 UhrLesedauer: 2 Min.

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Sahra Wagenknecht (Archivbild): BSW-Gründerin rechnet nicht mit Unterstützung durch den Thüringer BSW-Landesverband. (Quelle: IMAGO/Christian Schroedter/imago)

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Björn Höcke bringt Sahra Wagenknecht als Ministerpräsidentin ins Spiel. Die BSW-Gründerin hält davon wenig – ein Politiker springt ihr zur Seite.

BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht hat den Vorschlag des Thüringer AfD-Chefs Björn Höcke zurückgewiesen, Ministerpräsidentin des Freistaats zu werden. „Das Amt des Thüringer Ministerpräsidenten ist kein Wanderpokal, den Herr Höcke nach Belieben vergeben kann“, erklärte Wagenknecht auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Zugleich erneuerte sie ihre Kritik am amtierenden Ministerpräsidenten Mario Voigt (CDU). Dieser habe „das Vertrauen verloren“, erklärte Wagenknecht. Das BSW in Thüringen müsse ihm deshalb die Unterstützung entziehen. Höckes Vorschlag sei jedoch „weder ehrlich noch seriös“.

  • Höcke an Wagenknecht: „Ich reiche Ihnen die Hand“

Höcke hatte Wagenknecht zuvor in einem Video auf der Plattform X direkt aufgefordert: „Werden Sie Ministerpräsidentin des Freistaats Thüringen.“ Der AfD-Politiker führt neben dem Landesverband auch die Fraktion seiner Partei im Thüringer Landtag.

Wagenknecht sieht keine Mehrheit für sich

Wagenknecht bezweifelt unterdessen, dass sie im Landtag genügend Unterstützung bekommen würde. Höcke wisse, dass „die Mehrheit derer, die auf BSW-Ticket im Thüringer Landtag sitzen, in Opposition zum Bundesvorstand stehen und mich nicht wählen würden“, erklärte sie.

Zwischen Wagenknecht und dem Thüringer BSW-Landesverband gibt es seit Längerem Streit. Eine mögliche Regierungschefin oder ein möglicher Regierungschef müsse zudem in Thüringen verankert sein, erklärte Wagenknecht. Sie selbst habe dort lediglich ihre Kindheit verbracht.

Höcke warf sie vor, „Politik wie die Altparteien“ zu betreiben. „Parteipolitisches Taktieren und Effekthascherei geht über Problemlösung“, erklärte die BSW-Gründerin.

BSW-Politiker spricht von „PR-Gag“

Auch BSW-Vorstandsmitglied Klaus Ernst hat Höckes Vorstoß deutlich zurückgewiesen. „Das ist absoluter Quatsch, ein billiger PR-Gag Höckes“, sagte Wagenknechts langjähriger Weggefährte der „Augsburger Allgemeinen“.

Seit der Gründung des BSW habe die Partei eine Zusammenarbeit mit der AfD ausgeschlossen, insbesondere eine gemeinsame Regierung, sagte Ernst. Er bezeichnete die AfD als eine „in Teilen faschistische und rechtsradikale Partei“.

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BSW-Vorstand Klaus Ernst (Archivbild) hält offenbar nicht viel von den Aussagen Höckes. (Quelle: IMAGO/dts Nachrichtenagentur/imago)
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