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Tech

Microsoft schließt fast 1.000 Sicherheitslücken

wochentlich.deBy wochentlich.de10 September 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Rekord bei Microsoft

Fast 1.000 Sicherheitslücken in Windows und Office geschlossen


10.09.2026 – 13:18 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Windows-Laptop: Neben dem Sicherheitsupdate wurde die Ansicht der Taskleiste verändert. (Quelle: Pond5 Images/imago)

Microsoft hat im September mehr Sicherheitslücken geschlossen als je zuvor in einem Monat. Zwei davon nutzen Angreifer bereits aus. Was Windows-Nutzer jetzt tun sollten.

Microsoft hat im September so viele Sicherheitslücken geschlossen wie noch nie innerhalb eines Monats. Nach Angaben des Herstellers sind es 974 Schwachstellen in eigenen Produkten, dazu kommen 25 Korrekturen für Software anderer Anbieter. Zwei der Lücken nutzen Angreifer bereits aus, heißt es auf der Webseite des Microsoft-Sicherheitszentrums.

Den größten Anteil trägt Windows: 723 Schwachstellen entfallen auf das Betriebssystem. Weitere 222 verteilen sich auf die Bürosoftware Office, 62 auf die Datenbanksoftware SQL Server. Der Rest betrifft überwiegend Software, die in Firmennetzen läuft, etwa den Mailserver Exchange. 114 Lücken stuft Microsoft als kritisch ein.

  • Zehntausende Beschwerden: Störung bei Microsoft Outlook legt E-Mail lahm
  • Ursache unklar: Microsoft untersucht Abstürze nach Windows-Update

Zwei Lücken werden bereits angegriffen

Für zwei Schwachstellen liegen dem Unternehmen Hinweise auf laufende Angriffe vor. Beide erlauben es, sich auf einem Rechner höhere Rechte zu verschaffen, bis hin zu vollem Zugriff auf das System. Die eine steckt im Update-Mechanismus von Windows, die andere in einer Komponente, über die Programme innerhalb des Systems miteinander kommunizieren. Aus der Ferne lässt sich ein Rechner damit nicht übernehmen: Angreifer brauchen bereits Zugang, etwa über eine zweite Schwachstelle oder eine untergeschobene Datei.

Der Sicherheitsdienstleister Zero Day Initiative (ZDI) hat in der September-Ausgabe zudem 20 Lücken gezählt, über die sich Schadsoftware ohne Zutun der Nutzer selbst von Rechner zu Rechner weiterverbreiten könnte. Es seien zu viele, um einzelne hervorzuheben, schreibt ZDI-Analyst Dustin Childs. Betroffen seien hiervon Netzwerkdienste von Windows, die vor allem in Unternehmen und Behörden im Einsatz sind.

Die hohe Zahl gefundener Sicherheitslücken führt die ZDI auf Künstliche Intelligenz zurück: Programme, die automatisiert nach Fehlern suchen, finden mit KI-Unterstützung deutlich mehr Schwachstellen als früher. Eine entsprechende Zunahme tatsächlicher Angriffe sei bislang aber nicht zu beobachten.

Neue Funktionen bei Windows

Privatnutzer erhalten die Korrekturen automatisch über die Update-Funktion von Windows. Wer nachsehen will, ob sein Rechner auf dem aktuellen Stand ist, findet die Funktion in den Einstellungen unter „Windows Update“. Nach der Installation ist ein Neustart nötig.

Mit dem Update ändert Microsoft auch die Bedienung von Windows 11. Die Taskleiste lässt sich nun frei am oberen, linken oder rechten Bildschirmrand anheften; das Suchfeld funktioniert dabei vorerst nur am oberen und unteren Rand. Darüber hinaus wurde der bisherige Bereich „Empfehlungen“ in „Meistverwendet“ umbenannt und kann abgeschaltet werden.

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