Berlinerin über Finanzen

Micaela Schäfer hat trotz Erotik-Erfolg 1,5 Millionen Euro Schulden

28.10.2026 – 05:59 UhrLesedauer: 2 Min.

Micaela Schäfer (Archivbild): (Quelle: IMAGO/Sven Simon/imago)

Seit zwei Jahrzehnten verdient Micaela Schäfer ihr Geld mit Erotik. Nun spricht sie offen über Einnahmen, Schulden und ihre Pläne für die Zukunft.

Am Rande der Messe Venus in Berlin hat Micaela Schäfer erstmals öffentlich über ihre Finanzen gesprochen. Die 42-Jährige gab gegenüber der „Berliner Zeitung“ an, mit der Erotikplattform OnlyFans innerhalb von anderthalb Jahren einen Umsatz von einer Million Euro erzielt zu haben. Gleichzeitig räumte die in Berlin lebende Entertainerin ein, noch 1,5 Millionen Euro Kreditschulden zu haben.

Der Gewinn liege allerdings „weit darunter“, da die Plattform und eine Agentur mitverdienen und Steuern anfallen. Dennoch bleibe „viel Geld für eine Arbeit, die einem Spaß macht“, so Schäfer. Die Branche habe sich aus ihrer Sicht grundlegend gewandelt.

Micaela Schäfer besitzt fünf Immobilien als Altersvorsorge

Früher sei sie auf Aufträge großer Marken angewiesen gewesen und für ein Shooting nur einmal bezahlt worden. „Heute kann ich ein Video drehen, es 500 Mal verkaufen und 500 Mal daran verdienen, weil ich die Rechte daran habe“, erklärte sie. Am lukrativsten sei das Livestreaming per Webcam: „Da ist wahnsinnig viel Geld zu holen, weil Erotik sich immer noch sehr gut verkauft.“

Die Schulden erklärt Schäfer mit Investitionen in Immobilien. Sie besitzt fünf davon, die sie als Altersvorsorge betrachtet. Keine einzige sei bislang abbezahlt. „Wenn nichts Schlimmes auf der Welt passiert, bin ich mit 60 wahrscheinlich aus den Schulden raus“, sagte sie.

Schäfer startete ihre Karriere 2006 in der ersten Staffel von Heidi Klums Castingshow „Germany’s Next Topmodel“, wo sie den achten Platz belegte. Bekannt wurde sie später durch Reality-Formate wie das Dschungelcamp und „Promi Big Brother“. Aufgewachsen ist sie in einfachen Verhältnissen in einem Plattenbau in Berlin-Hellersdorf. Ihre alleinerziehende Mutter arbeitete, wann immer sie konnte. Ihr hatte Schäfer früh versprochen: „Wenn ich irgendwann mal zu Geld komme, Mutti, bekommst du ein Haus mit Garten.“ Dieses Versprechen habe sie eingelöst. „Und sie ist megastolz auf mich.“

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