Frost-Prognose

Hier stürzen die November-Temperaturen in den Minusbereich


02.11.2026 – 12:30 UhrLesedauer: 3 Min.

Herbstliche Morgenstimmung auf einer Wiese im Kreis Tübingen (Symbolbild): Wer auf Sonnenschein hofft, braucht in dieser Woche auch etwas Glück. (Quelle: Nicklas Walther/imago-images-bilder)

Morgens Eiskratzen, tagsüber kaum Sonne: So startet der November. Doch ein Wettermodell zeigt eine mögliche Wende.

Der November beginnt in weiten Teilen Deutschlands grau. Nebel, Hochnebel und dichte Wolken bestimmen laut Deutschem Wetterdienst (DWD) vielerorts das Wetter. Wer auf Sonnenschein hofft, braucht vor allem Glück. „Es ist ein bisschen wie Lotto spielen“, sagt Karsten Brandt vom Wetterportal donnerwetter.de t-online.

Verantwortlich ist eine typische Spätherbstwetterlage: Das Hochdruckgebiet „Klaus“ zieht in Richtung Nordsee und bestimmt das Wetter in weiten Teilen Deutschlands. Doch anders als im Sommer bedeutet Hochdruck im November nicht automatisch Sonnenschein, erklärt DWD-Meteorologe Martin Jonas t-online.

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Das „Grau in Grau“ sei gerade im Spätherbst typisch. In Bodennähe sammle sich Feuchtigkeit, während die immer schwächer werdende Sonne Nebel und tiefe Wolken kaum noch auflösen könne. So bleibe es mancherorts den ganzen Tag trüb.

Wetterprognose: Wo die Sonne eine Chance hat

Ganz ohne Lichtblicke bleibt die erste Novemberwoche allerdings nicht. Laut Jonas könnte sich die Sonne am Dienstag vor allem im Südwesten länger zeigen. Am Mittwoch stehen die Chancen im Nordwesten und in Teilen Süddeutschlands besser.

Für Donnerstag und Freitag deuten die Wettermodelle auf einen breiteren sonnigen Streifen von West nach Ost hin. Im Norden und Süden könnte es dagegen häufiger grau bleiben. Wo genau sich die Sonne durchsetzt, sei schwer vorherzusagen. Entscheidend seien unter anderem die Höhenlage und der Wind: Während Berggipfel bereits in der Sonne liegen, können Täler noch unter einer dichten Nebeldecke verschwinden. Wind könne den Hochnebel auflösen, bei Windstille halte er sich oft hartnäckig.

Wetterbericht Deutschland: Worauf Autofahrer achten müssen

Neben dem Novembergrau macht sich nachts zunehmend die Kälte bemerkbar. Brandt erwartet für Dienstagmorgen unter anderem zwischen Hessen und Thüringen Temperaturen bis minus zwei Grad. Auch andernorts ist Frost möglich. Für viele Autofahrer heißt das dem Wetterexperten zufolge: morgens wieder Scheiben kratzen.

Ein Auto fährt auf einer Straße mit mehreren bunten Bäumen im Herbst: Laut DWD ist erst mal keine große Glättegefahr vorhergesagt. (Quelle: Matias Basualdo/imago-images-bilder)

Eine größere Glättegefahr sehen die Experten allerdings nicht. Der Boden sei noch vergleichsweise warm, erklärt Brandt. Vereinzelt könne sich Reif bilden, etwa auf Brücken, in Gewässernähe oder auf Waldlichtungen. Flächendeckend glatte Straßen seien aber nicht zu erwarten.

Auch DWD-Meteorologe Jonas beruhigt: Die Luftmasse sei insgesamt recht trocken, weshalb die Glättegefahr überschaubar bleibe. Mehr Vorsicht ist bei Nebel geboten. Laut Jonas können sich die Sichtverhältnisse innerhalb weniger Hundert Meter erheblich verändern. Der DWD warnte am Montagmorgen in Teilen der Mitte und des Südens vor dichtem Nebel mit Sichtweiten unter 150 Metern.

Bei den Niederschlägen zeichnet sich vorerst kaum Entspannung ab: Bis mindestens Mitte November dürfte es überwiegend trocken bleiben. Auch die bereits gesunkenen Rheinpegelstände dürften sich damit zunächst nicht erholen.

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