Zwei Stationen in Deutschland
Messi-Schreck spielte letztes Jahr noch in der 3. Liga
04.07.2026 – 04:00 UhrLesedauer: 2 Min.
Kap Verde hat den Weltmeister am Rande des Ausscheidens. Das liegt auch an einem Außenverteidiger mit einem bemerkenswerten Karriereverlauf.
Am Ende eines an Spannung kaum zu überbietenden Spiels setzte sich Argentinien in der Verlängerung mit 3:2 gegen Kap Verde durch. Allein die Tatsache, dass der Außenseiter den Weltmeister in die Verlängerung zerrte, kam einer Sensation gleich. Auch in den zusätzlichen 30 Minuten kämpften die Afrikaner leidenschaftlich – und trafen in Person von Sidny Lopes Cabral herrlich.
Es lief die 103. Minute, als der Linksverteidiger links in den argentinischen Strafraum dribbelte und von der Sechzehnerkante abzog. Schlussmann Emiliano Martínez streckte sich vergebens, der Ball schlug oben rechts im Winkel ein. Ein Traumtor, der 2:2-Ausgleich, gegen den Weltmeister – nur logisch, dass der Jubel bei Cabral keine Grenzen kannte. Seine Mitspieler scheiterten ebenso wie Argentiniens Verteidiger wenige Sekunden zuvor daran, den Linksverteidiger zu halten. Er stürmte auf die Tribüne, jubelte dort inmitten der Fans mit einer Frau.
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Während noch unklar ist, mit wem genau der Torschütze seinen bemerkenswerten Treffer da gefeiert hat, steht etwas anderes außer Frage: Cabrals Weg auf diese ganz große Bühne ist kein gewöhnlicher. In diesem Sommer wechselt er zwar vom portugiesischen Rekordmeister Benfica Lissabon zum türkischen Erstligisten Trabzonspor, doch vor gar nicht allzu langer Zeit spielte er noch in den Niederungen des deutschen Fußballs.
Im Video | Plötzlich läuft der Torschütze auf die Tribüne
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Von Februar 2022 bis Januar 2022 lief Cabral für den Rot-Weiß Erfurt auf, stieg mit diesem aus der fünftklassigen Oberliga in die viertklassige Regionalliga auf. Es folgten anderthalb Jahre bei Viktoria Köln – mit dem Klub vom Rhein trat er in der 3. Liga an. Im Sommer 2025 wechselte der Linksverteidiger nach Portugal, wo seine Karriere so richtig Fahrt aufnahm. Binnen weniger Jahre ist aus dem Amateurfußballer ein Messi-Schreck geworden – zumindest für ein paar Minuten.
