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Finanzen

Mehr als die Hälfte kleiner Kommunen startet oder ist fertig

wochentlich.deBy wochentlich.de15 Juni 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Positive Nachrichten

Wärmeplanung: Großstädte schaffen Frist


Aktualisiert am 15.06.2026 – 12:58 UhrLesedauer: 3 Min.

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Robert Brückmann ist Leiter des Kompetenzzentrums Kommunale Wärmewende (KWW) in Halle/Saale. (Archivbild) (Quelle: Hendrik Schmidt/dpa/dpa-bilder)

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Alle deutschen Kommunen sind verpflichtet, spätestens 2028 einen Wärmeplan vorzulegen. Nicht selten kommt es vor, dass gesetzliche Fristen überschritten werden. In diesem Fall scheint es anders zu kommen.

Die Kommunen in Deutschland sind im Hinblick auf die Wärmeplanung auf einem guten Weg. „Die großen Kommunen in Deutschland werden es bis Mitte 2026 wirklich schaffen, ihre Wärmepläne abzuschließen. Das ist eine riesige Neuigkeit“, sagte der Leiter des Kompetenzzentrums Kommunale Wärmewende (KWW) in Halle an der Saale, Robert Brückmann. Die insgesamt 80 Städte mit über 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern machen jedoch nur einen kleinen Teil aller Kommunen aus, die von Gesetzes wegen in den kommenden Jahren eine Wärmeplanung vorlegen müssen.

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Der kommunale Wärmeplan wurde Anfang 2024 gesetzlich festgeschrieben. Mittelgroße und kleine Städte und Gemeinden haben bis Ende Juni 2028 Zeit, einen solchen Plan vorzulegen. Bei den mittelgroßen Kommunen sieht es laut Brückmann schon gut aus. Einige von ihnen seien „richtig weit“, sagte er. Von ihnen arbeiten bis jetzt schon etwa 80 Prozent aktiv am Wärmeplan oder haben ihn bereits fertiggestellt.

Die meisten der insgesamt rund 10.700 Gemeinden seien jedoch kleine Kommunen mit unter 10.000 Einwohnern, so Brückmann. „Hier ist bereits über die Hälfte schon im Prozess oder sogar fertig.“

Nach 2045 soll Wärme nicht mehr mit Erdgas und Öl produziert werden können. Einige Kommunen in Baden-Württemberg galten hinsichtlich der Wärmeplanung zu Beginn als Vorreiter.

Energiekrisen als Treiber

Die Kommunen zeigten mit ihrer Arbeit, dass sie in der Lage sind, neue Aufgaben zu meistern, betonte Brückmann. „Es wird ganz sicher Kommunen geben, die ihre Erfahrungen aus der Wärmeplanung als Rückenwind für andere Prozesse nutzen.“ Das KWW ist Teil der Deutschen Energie-Agentur.

Eine treibende Kraft dafür, dass die Kommunen so gut an den Wärmeplänen arbeiten, sei die Aussicht auf Wertschöpfung. Außerdem hätten die Kommunen innerhalb von fünf Jahren zwei Energiekrisen erlebt und gemerkt, dass sie nicht nur das Klima schützen, sondern etwas im Hier und Heute tun müssten, so Brückmann. Wer gar nichts tue, laufe Gefahr, die Energiewende zu verpassen.

Nicht bei allen läuft es problemlos

Wenn alle Kommunen ihre Planung abgeschlossen haben, rechnen Brückmann und sein Team deutschlandweit mit rund 7.000 Wärmeplänen, da sich Kommunen immer wieder zusammenschließen und gemeinsam planen. Im kommenden Jahr will das Kompetenzzentrum die Daten aus den Wärmeplänen sammeln und bündeln, um eine Grundlage zu schaffen, auf der neue Entscheidungen – etwa auf den Übertragungsnetzebenen für Strom – getroffen werden können.

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