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Mehr als 900 Baustellen in Hamburg: Gastronomen und Händler frustriert

wochentlich.deBy wochentlich.de25 Juni 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Mehr als 900 Baustellen in Hamburg: Gastronomen und Händler frustriert
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Plötzlich Arbeiten vor dem Café

900 Baustellen in Hamburg: Gastro und Händler frustriert

25.06.2026 – 07:19 UhrLesedauer: 3 Min.

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Baustelle in Hamburg (Symbolbild): Solche Bauarbeiten sind laut Verband für das Gastgewerbe eine große Belastung. (Quelle: Katrin Luxenburger/dpa-bilder)

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In Hamburg gibt es derzeit mehr als 900 Baustellen im Straßennetz. Für Gastronomen und Händler bedeutet das nicht nur Lärm, sondern auch fehlende Planungssicherheit.

Der Dehoga Hamburg und der Handelsverband Nord haben die Stadt Hamburg wegen mangelhafter Kommunikation rund um Baustellen kritisiert. Gastronomen und Händler erführen oft erst kurzfristig von neuen Bauarbeiten vor ihrer Tür und hätten kaum Möglichkeit, sich darauf einzustellen. Der Senat verweist auf eine im vergangenen Herbst verabschiedete Strategie zum Baustellenmanagement.

Dehoga-Präsident Bernd Aufderheide beschrieb das Problem anschaulich: Man wache morgens auf und stehe plötzlich vor einer neuen Baustelle. Besonders in der Innenstadt und in Szenevierteln entstünden viele kleinere Baustellen kurzfristig, was den Betrieben jede Planungssicherheit nehme. Hinzu komme der Wegfall von Parkplätzen während der Bauarbeiten, etwa an der Elbchaussee, was Gastronomen Kundschaft koste.

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Gastroverbandsmitglieder sind frustriert

Aufderheide kritisierte das Fehlen eines digitalen Verzeichnisses für Baustelleninformationen. „Also eigentlich müsste es relativ einfach sein, über eine Art elektronisches Baustellenkataster den Leuten auch rechtzeitig Bescheid zu sagen.“ Würden Betriebe frühzeitig informiert, könnten sie sich besser mit ihrer Kundschaft abstimmen. Manche Verbandsmitglieder seien sauer, andere „völlig frustriert“, weil der Informationsaustausch mit der Stadt schwierig sei.

Annett Rabe, Sprecherin des Handelsverbands Nord, bemängelte, es sei oft unklar, welche Behörde für eine Baustelle zuständig sei. Langfristig geplante Projekte kommunizierten die Behörden zwar vergleichsweise besser. „Ob man dann die Bedürfnisse der Händler auch wirklich mit berücksichtigt, was auch Lieferverkehre angeht, was Kundenverkehre angeht, das muss man dann sehen.“ Sorgen bereite den Händlern auch der Bau der neuen U-Bahn-Linie 5: Beim Bau der Haltestellen werde es riesige Krater geben.

Der Senat reagierte auf die Kritik und verwies auf die Strategie „Zukunft Tiefbau“, die er im vergangenen Herbst verabschiedet hatte. Laut einem Sprecher der Verkehrsbehörde müssten alle größeren Projekte künftig weit vor Baubeginn eine eigene Kommunikationsstrategie vorlegen. Außerdem will der Senat die Zahl der Baustellen senken, indem er viele kleine Vorhaben zu größeren Projekten bündelt.

Mehr als 900 Baustellen in Hamburg

Indem viele kleine Bauvorhaben zu größeren Projekten zusammengefasst werden, will der Senat die Anzahl der Baustellen reduzieren. Laut einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der CDU-Fraktion geht der Senat davon aus, dass es derzeit mehr als 900 Baustellen im Hamburger Straßennetz gibt.

Wie hoch die Einbußen der Hoteliers, Gastronomen und Händler wegen der Baustellen sind, können die Verbände nicht beziffern. Dass Baustellen und der damit einhergehende Lärm für die Betriebe eine zusätzliche Belastung seien, stehe aber außer Frage, sagte Aufderheide.

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