Bund setzt auf mehr Beamte
Über 1000 Jobs: Diese Steuern erweisen sich als teures Unterfangen
06.10.2026 – 09:53 UhrLesedauer: 2 Min.
Zwei neue Steuern plant die Bundesregierung – und benötigt für ihre Erhebung mehr als tausend zusätzliche Stellen.
Die schwarz-rote Koalition will zwei neue Abgaben einführen: eine Zuckersteuer auf gesüßte Getränke sowie eine Plastiksteuer auf Kunststoffverpackungen. Das geschätzte Steueraufkommen liegt bei mehr als 2,5 Milliarden Euro jährlich.
Doch sind für die Abwicklung der Steuerabgaben auch 1.046 zusätzliche Beamte nötig. Das berichtete die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf die Gesetzesvorlagen aus dem Bundesfinanzministerium.
Doch für die Erhebung der Steuern sind nach den derzeitigen Planungen rund 1.046 zusätzliche Stellen nötig. Das berichtete die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf die Gesetzentwürfe.
Laut „Bild“-Zeitung sind für die Erhebung der Plastiksteuer 819 Stellen nötig, geschätzte Kosten rund 46 Millionen Euro pro Jahr. Für die Zuckersteuer sind rund 227 weitere Stellen vorgesehen, die jährlichen Personalkosten liegen bei etwa 28 Millionen Euro.
Verbraucher zahlen für Schneiders neue Steuer
Letztere hatte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) vorerst gebremst. Nun muss Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) seinen Entwurf nachbessern.

Bei der Plastiksteuer will der Bund dauerhaft Einnahmen in Höhe des deutschen EU-Eigenmittelbeitrags für nicht recycelte Kunststoffverpackungen erzielen. Die Abgabe soll ab Mitte 2027 erhoben werden und 550 Euro je Tonne Kunststoff betragen. Laut Entwurf rechnet die Regierung für 2027 mit Einnahmen von 805 Millionen Euro. Ab 2028 sollen es rund 1,5 Milliarden Euro jährlich sein.
Für die Verbraucher könnte der Vorstoß aus dem Haus von Umweltminister Carsten Schneider (SPD) Mehrkosten beim täglichen Einkauf bedeuten. Die Bundesregierung geht davon aus, dass Unternehmen die zusätzlichen Kosten an ihre Kunden weitergeben könnten. So entspräche die neue Abgabe bei einem Joghurtbecher 0,28 Cent, bei einer großen PET-Flasche 1,93 Cent.