Schwacher „Mayday“-Ruf

Yacht in Seenot – Bundespolizei startet Nordsee-Einsatz


26.09.2026 – 11:52 UhrLesedauer: 2 Min.

Wangerooge (Archivbild): Der Katamaran war rund neun Seemeilen nördlich der Insel in Seenot geraten. (Quelle: IMAGO/hans blossey/imago)

Die Seenotretter empfangen das Signal für unmittelbare Lebensgefahr. Aber der Funkspruch nennt weder den Namen noch die Position des betroffenen Schiffes.

Auf der Nordsee ist der Kajüt-Katamaran eines Seglerpaares in Seenot geraten. Wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mitteilte, erlitt das etwa zehn Meter lange Boot am Freitagnachmittag einen Mastbruch und trieb manövrierunfähig im Meer.

Die beiden Segler an Bord wollten die Yacht demnach von Skandinavien nach Portugal überführen. Gegen 17.30 Uhr schickten sie einen „Mayday“-Ruf aus. Laut DGzRS ist es das Signal für unmittelbare Lebensgefahr. Das Problem: Der Funkspruch kam nur als schwaches Signal bei der Seenotküstenfunkstelle Bremen Rescue Radio an – und enthielt weder den Namen noch die Position des betroffenen Schiffes.

  • Boot sinkt: Marineflieger im Einsatz

Kurz darauf meldete sich jedoch die Crew einer anderen Segelyacht. Sie hatte den „Mayday“-Ruf in ihrer Nähe ebenfalls aufgefangen und den havarierten Katamaran rund neun Seemeilen (etwa 16,5 Kilometer) nördlich der Insel Wangerooge ausgemacht.

Am havarierten Katamaran sind das Tochterboot „Johann Fidi“ des DGzRS -Seenotrettungskreuzers „Bernhard Gruben“ sowie ein Boot der Bundespolizei eingetroffen. (Quelle: Die Seenotretter – DGzRS)

Nordsee-Notfall: Skipper muss medizinisch versorgt werden

Ein in Hooksiel im Landkreis Friesland stationierter Seenotrettungskreuzer lief sofort aus, dessen Tochterboot war auf See und lief dem Seenotrettungskreuzer voraus. Auch ein Einsatzschiff der Bundespolizei steuerte die Unglücksstelle an.

Dort war der Skipper des Katamarans wegen des unkontrollierten Schaukelns des Bootes seekrank geworden, er wurde an Bord des Einsatzschiffes gebracht und medizinisch versorgt. Der gebrochene Mast wurde samt Segel und Takelung abgetrennt, um den Havaristen abschleppen zu können.

Am späten Abend traf der Schleppverband im Hafen von Hooksiel ein. Eine weitere medizinische Versorgung war zu dem Zeitpunkt nicht mehr notwendig. Zur Einsatzzeit herrschten Winde der Stärke 3 und eine langgezogene Dünung mit Wellenhöhen von etwa einem halben Meter. Weshalb der Mast des Katamarans brach, ist unklar.

Share.
Leave A Reply

Exit mobile version