Bei Besuch in München
Als Markus Söder Norwegens neuen König sitzen ließ
28.08.2026 – 14:53 UhrLesedauer: 1 Min.
Als Kronprinz war Haakon 2023 zu einem Essen in der Münchner Residenz eingeladen. Doch ausgerechnet Ministerpräsident Markus Söder ließ sich damals nicht blicken.
Ob sich Markus Söder (CSU) das heute noch einmal so trauen würde? Knapp drei Jahre ist es her, dass Bayerns Ministerpräsident den neuen norwegischen König Haakon einfach sitzen ließ. Und das, obwohl er ihn als Chef der bayerischen Staatsregierung selbst zu einem Essen in den Kaisersaal der Münchner Residenz eingeladen hatte.
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Damals war Haakon noch Kronprinz und auf Deutschlandbesuch. Nach dem Tod seines Vaters Harald V., der am Freitag im Alter von 89 Jahren gestorben ist, besteigt er nun den norwegischen Thron. Statt von Söder wurde der heute 53-Jährige Anfang November 2023 von Staatskanzleichef Florian Herrmann sowie Landtagspräsidentin Ilse Aigner (beide CSU) in Empfang genommen.
Söder hängt in Berlin fest
Die Gäste im Kaisersaal begrüßte Haakon mit den Worten „Grüß Gott alle mit’nand“ und erntete dafür einige Lacher. Gut fünf Minuten sprach er vor den geladenen Gästen, darunter Ludwig Prinz von Bayern, Gloria von Thurn und Taxis sowie die Wintersport-Ikonen Felix und Miriam Neureuther. In seiner Rede betonte er die Gemeinsamkeiten zwischen Bayern und Norwegen – etwa bei Industrie, Wirtschaft und Werten.
Söder hatte seine Teilnahme an dem Gala-Dinner kurzfristig wegen des Bund-Länder-Gipfels in Berlin absagen müssen. Ursprünglich hatte er noch geplant, nach der Beratung der Ministerpräsidenten mit dem damaligen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) nach München zurückzukehren. Weil sich die Gespräche in die Länge zogen, wurde daraus jedoch nichts.