SPD im Nordosten
Schwesig fast einstimmig zur Spitzenkandidatin gewählt
Aktualisiert am 13.06.2026 – 13:58 UhrLesedauer: 1 Min.
Der SPD-Parteitag in Wismar hat Manuela Schwesig zur Spitzenkandidatin für Mecklenburg-Vorpommern gewählt. Ihr Wahlergebnis kann sich sehen lassen.
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) führt ihre Partei als Spitzenkandidatin in die Landtagswahl am 20. September. Bei einem Parteitag in Wismar gaben ihr 98,9 Prozent der Delegierten ihre Stimme. Das waren 90 von 91 gültigen Stimmen.
Die 52-Jährige gab in ihrer Parteitagsrede das Ziel für die SPD aus, wieder stärkste Kraft im Schweriner Landtag zu werden. Sie wolle erneut Ministerpräsidentin werden und eine stabile Regierung anführen, sagte sie. Schwesig ist seit Juni 2017 Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern und führt aktuell eine Landesregierung mit der Linken als Partner.
SPD tritt zu Aufholjagd an
In der jüngsten Wahlumfrage Mitte Mai lag die SPD in Mecklenburg-Vorpommern bei 27 Prozent – die AfD bei 36 Prozent. Schwesig erinnerte an die vorangegangene Landtagswahl von 2021. Nach der Corona-Pandemie mit vielen Zumutungen für die Menschen habe die SPD in Umfragen im Juni bei 23 Prozent gelegen. Bei der Landtagswahl wurden die Sozialdemokraten dann mit 39,6 Prozent stärkste Kraft.
Der Parteitag in Wismar sei der Startschuss für den Wahlkampf, sagte die SPD-Landesvorsitzende. „Bei der MV-Wahl am 20. September geht es um eine Richtungsentscheidung“, sagte sie. „Entweder Manuela Schwesig als Ministerpräsidentin mit einer starken SPD und einer starken, demokratischen, verlässlichen Regierung, oder die Alleinherrschaft der AfD, die unser Land spalten will und die in unserem Land Extremisten an die Macht lassen will.“
