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Finanzen

Manager-Interview löst Frustwelle bei Beschäftigten aus

wochentlich.deBy wochentlich.de9 Dezember 2025Keine Kommentare2 Mins Read
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Manager-Interview löst Frustwelle bei Beschäftigten aus
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„Wertschätzung gleich null“

Bahn-Interview empört – Mitarbeiter lassen Frust raus

09.12.2025 – 11:32 UhrLesedauer: 2 Min.

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Eine Bahnmitarbeiterin macht eine Ansage (Archivbild): Die Beschäftigten lassen derzeit auch intern kräftig Luft ab. (Quelle: IMAGO/imageBROKER/Karsten Thielker/imago)

Kurz vor der Vorlage der neuen Konzernstrategie eskaliert die Lage bei der Deutschen Bahn. Ein Interview löst Empörung bei den Beschäftigten aus.

Evelyn Palla, neue Chefin der Deutschen Bahn (DB), setzt auf Aufräumen. Die überforderte Managerin Sigrid Nikutta musste als Chefin der Tochter DB-Cargo gehen. Das komplett missratene Projekt Stuttgart21 soll intern schonungslos aufgearbeitet werden. Am Mittwoch wollte die neue Bahn-Chefin die neue Konzernstrategie vorlegen. Doch droht Ungemach und zwar im eigenen Haus. Die Bahn-Beschäftigten sind frustriert und machen ihrem Unmut auf einer internen App Luft. Teils sogar mit vollem Namen, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“.

„Zukunft Bahn – abgeschafft. Starke Schiene – abgeschafft. Volles Funktionieren – abgeschafft. S3 – abgeschafft“, notierte Morris K. auf der Plattform „echt:klar“. Sein Fazit nach acht Jahren bei der DB: Er habe das Vertrauen „in die entscheidungsrelevanten Stellen massiv verloren“.

Auslöser für die jüngste Frustwelle ist ein Interview von DB-Vorstand Michael Peterson auf „echt:klar“, im Konzern zuständig für den Fernverkehr. Dort stimmte Peterson schon mal darauf ein, dass es im kommenden Jahr bei den Verspätungen im Fernverkehr kaum besser werde. Kurz vor dem Weihnachtsfest kündigte der Bahnmanager auch die Streichung von „rund 500 Stellen“ im kommenden Jahr an. Weder Zeitpunkt noch Stil kamen gut an bei der Belegschaft.

„Keine Weihnachtsfeier mehr. Die Motivation ist bei den meisten Mitarbeitern eher schlecht. Wertschätzung gleich null“, schrieb etwa Jochen D. „Wir müssen endlich aufhören, uns in die eigenen Taschen zu lügen“, ergänzte sein Kollege Marcel D.

„Das ganze System ist so krank“, notierte Thomas J. auf „echt:klar“ und fuhr fort: „Ich habe immer noch den Eindruck, dass sich unsere Führungskräfte zu sehr über die Anzahl der angestoßenen Projekte, Powerpoint-Präsentationen und Excel-Tabellen definieren.“ Betriebswirtschaftler kennen das Problem: innere Kündigung.

Die jüngste Empörungswelle bei der Deutschen Bahn zeigt, die DB hat ihr wichtigstes Kapital verloren: die eigene Belegschaft. Doch wird die neue Managerin aus Südtirol durchaus als Hoffnungsträgerin gesehen. So schrieb Florian B. auf „echt:klar“: „Persönlich hoffe ich nun mit Frau Palla auf eine langfristige Strategie, die nicht nur ein paar kurzfristige Sparmaßnahmen beinhaltet, sondern uns Eisenbahnerinnen und Eisenbahnern mal wieder eine Vision vermittelt, mit der wir uns identifizieren können.“

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