Definitiv. Da gibt es aber auch noch einige andere Mannschaften. Japan zähle ich zum Beispiel auch dazu und bin gespannt, wie sie jetzt weiter auftreten.
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Im deutschen Sturm ist Kai Havertz, der gegen Curaçao gleich doppelt traf, vor Deniz Undav und Nick Woltemade gesetzt? Zu Recht?
Jeder der drei hat seine Qualitäten. Am Ende ist es doch scheißegal, was ich da für eine Meinung habe. Das Trainerteam weiß, wer wie gut in Form ist und am besten in die Mannschaft passt. Die richten alles darauf aus, dass die Besten spielen. Wir tun alle gut daran, darauf zu vertrauen. Am Ende wird abgerechnet, und dann schauen wir, wie das Turnier gelaufen ist.
Welcher aktuelle Nationalspieler ist Ihnen denn vom Typ her am ähnlichsten?
Es gibt keinen zweiten Podolski mehr. (lacht)

Aber zum Beispiel einen Deniz Undav, der ähnlich wie Sie früher immer einen lockeren Spruch auf den Lippen hat.
Das stimmt, er bringt eine gewisse Lockerheit, Humor und Witz rein. Das ist immer wichtig, unabhängig davon, ob er spielt oder nicht (grinst). Du gewinnst eine WM nicht nur mit der ersten Elf, sondern auch mit den Spielern, die reinkommen. Wir haben zu meiner Zeit immer gesagt: Auch das Team hinter dem Team ist extrem wichtig. Ob das jetzt der Koch oder der Busfahrer ist, die Physios, die Ärzte – jeder gehört dazu. Wenn du Leute dabei hast, die ein bisschen Spaß und Humor mitbringen, und Energie in die Mannschaft, ist das enorm wertvoll. Gerade, weil es für viele auch ihre erste WM ist.
Ist Undav vielleicht nur so, wie er ist, weil er nicht jahrelang in einem Nachwuchsleistungszentrum war, sondern verhältnismäßig spät für den Profifußball entdeckt wurde?
Miro Klose ist ja auch einen ähnlichen Weg gegangen. Die Lockerheit ist aber ganz unabhängig davon, es kommt mehr auf deinen Charakter an: Entweder du bist ein Typ und hast das oder nicht. Bei Deniz ist das nicht gestellt oder irgendwie dahingesagt. Er ist einfach so. Damit gibt er dem Team etwas und tut der Nationalmannschaft gut. Es ist wichtig, dass man verschiedene Typen hat, dass man einen Teamgeist entwickelt, dass man rausgeht und sagt: „Jungs, jetzt ist es soweit, jetzt packen wir das Ding.“ Eine gewisse Leichtigkeit, Humor, aber auch Energie sind wichtig.
