„Paar Wochen nicht miteinander gesprochen“
Lukas Podolskis Netflix-Doku offenbart Ehekrise
Aktualisiert am 05.06.2026 – 08:02 UhrLesedauer: 2 Min.
Pünktlich zu seinem 41. Geburtstag erscheint eine Dokumentation über Lukas Podolski. Dabei werden nicht nur die schönen Seiten seines Lebens thematisiert.
Netflix zeigt den früheren deutschen Nationalspieler Lukas Podolski in einer 90-minütigen Dokumentation von einer ungewohnten Seite. Im Mittelpunkt steht nicht die Karriere, sondern das Privatleben – mit Einblicken in den Familienalltag, Zweifel und eine Ehekrise.
Ehefrau Monika Podolski gibt in der Doku ihr erstes Interview. Sie ist dabei nicht zu sehen, sondern nur zu hören. Podolski erklärte der Nachrichtenagentur dpa: „Meine Frau war von Anfang an nicht die, die im Vordergrund stehen möchte. Wir hatten einen Kompromiss. Da haben die Leute sehr viel Überzeugungsarbeit leisten müssen.“ Sie sei offen für die Rolle gewesen, weil sie gewollt habe, dass die Doku etwas Besonderes werde.

Monika Podolski spricht über ihr erstes Treffen mit dem damaligen Jugendspieler des 1. FC Köln – „An der Tischtennisplatte in der Schule“ – und über eine Ehekrise nach seinem erneuten Wechsel zum 1. FC Köln 2008: „Es gab Momente in Köln, wo wir ein paar Wochen nicht miteinander gesprochen haben, wo wir uns gestritten haben, wo wir ein paar Wochen auch mal nicht zusammen waren.“ Die beiden hätten sich danach schnell wieder zusammengerauft.
„Wir hatten einen anderen Ansatz“
Produziert wird der Film von bildtonfabrik, bekannt durch die Serie „How To Sell Drugs Online (Fast)“. Regie führen Nicolas Berse-Gilles und Simone Schillinger. Neben Familienmitgliedern kommen auch Fußballgrößen wie Joachim Löw, Oliver Kahn, Toni Kroos und Thomas Müller zu Wort. Bei der Premiere im Kölner Stadion vergangene Woche sagte Podolski: „Wir hatten einen anderen Ansatz, wollten ein bisschen weniger Fußball und ein bisschen mehr andere Szenen reinnehmen. Ich denke, das ist uns auch ganz gut gelungen.“
Ursprünglich sollte die Doku Podolski bei seiner letzten Saison als Profi bei Górnik Zabrze begleiten. Während des Drehs entschied er sich, noch eine Saison dranzuhängen. Regisseurin Schillinger und Regisseur Berse-Gilles erklärten: „Hätten wir eine reine Sportdoku gemacht, wäre die wirklich letzte Saison vermutlich die interessantere gewesen. Immerhin ist Lukas mit seinem Verein Pokalsieger und Vizemeister geworden. Doch unser Film ist eben keine klassische Sportdoku.“
