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You are at:Home»Deutschland»„Literatur kann die Welt verändern“
Deutschland

„Literatur kann die Welt verändern“

wochentlich.deBy wochentlich.de29 August 2024Keine Kommentare2 Mins Read
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„Literatur kann die Welt verändern“
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Warum sind Sie Schriftsteller geworden?

Ich bin mit Volksmärchen aufgewachsen und liebe die Schönheit der Worte. Als ich älter wurde, wurde mir klar: Literatur kann die Welt verändern. Ich komme aus einer afrikanischen Erzähltradition mit Schriftstellern wie Chinua Achebe, die sich schon immer politisch engagiert haben. Sie kämpften für die Unabhängigkeit und dann gegen korrupte Politiker. Als Schriftsteller aus einem ehemaligen Kolonialland muss man immer für die Menschen und gegen Ungerechtigkeit kämpfen.

Beim Literaturfestival sprechen Sie auch über Ihr neues, noch unveröffentlichtes Buch. Worum geht es darin?

Ein Nigerianer kommt nach Amerika, heiratet, bekommt ein Kind, geht zurück in sein Heimatland und stirbt. Seine Tochter reist nach Nigeria, um ihn zu begraben. Dieses Buch ist wahrscheinlich weniger politisch als meine anderen. Manchmal hat man die Politik satt, vielleicht liegt das an dieser seltsamen neuen Welt. Aber natürlich ist der Kontext eines schwarzen Einwanderers in der Zeit Trumps bereits politisch.

Reisen Sie noch oft nach Nigeria?

Ich lebe und arbeite seit 17 Jahren in Amerika, bin aber oft in Nigeria, viele meiner Bücher spielen dort. Obwohl ich jetzt amerikanischer Staatsbürger bin, liegt mir dieses Land sehr am Herzen. Wenn ich über amerikanische Politik schreibe, tue ich dies als Afrikaner, der in Amerika lebt. Meine Weltsicht ist geprägt von meiner Rolle als Schwarzer, meine Perspektive wird immer die eines Nigerianers sein.

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