Entschuldigung nach WM-Eklat

Nach Kritik an Belgien-Star: WM-Moderatorin suspendiert

Aktualisiert am 23.06.2026 – 09:05 UhrLesedauer: 2 Min.

Jérémy Doku: Er ist der Hoffnungsträger Belgiens. (Quelle: IMAGO/Nico Vereecken)

Die französische Sportzeitung „L’Équipe“ entschuldigt sich bei Belgiens Nationalspieler Jérémy Doku – nach Aussagen einer Journalistin, die Empörung auslösten.

Die französische Sportzeitung „L’Équipe“ hat sich von Aussagen ihrer Journalistin France Pierron distanziert. Pierron hatte dem belgischen Nationalspieler Jérémy Doku vorgeworfen, dass er die Geburt seines ersten Kindes über eine WM-Teilnahme stelle.

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Die Äußerungen widersprächen „den Werten der Gruppe in hohem Maße“, teilte die Zeitung am Sonntagabend mit. Man entschuldige sich „bei dem betroffenen Fußballspieler und darüber hinaus bei seinem gesamten Publikum“.

Im Video | Brutales Foul im WM-Spiel

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Quelle: MagentaTV

„Eine Geburt ist ein widerlicher Moment“

Auslöser war ein Auftritt Pierrons am Freitag. Die 44-Jährige sagte: „Eine Geburt ist ein widerlicher Moment, in dem der Vater nutzlos ist, er hat nur eine Statistenrolle. Du hast die Chance, an einer Weltmeisterschaft teilzunehmen. Es gibt Hunderte Fußballspieler, die alles geben würden, um in dieser Position zu sein.“

Nach übereinstimmenden Medienberichten wurde Pierron inzwischen freigestellt und wird ihre Sendung vorerst nicht mehr moderieren. In der Ausgabe der Sendung zum Wochenstart fehlte France Pierron, nachdem ihre Aussagen international Aufsehen erregt hatten.

Doku erwartet gemeinsam mit seiner Partnerin Shireen sein erstes Kind. Der Geburtstermin fällt mitten in die K.-o.-Phase der WM. Doku äußerte sich dazu: „Wenn Sie mich fragen, was ich mir wünsche, ist meine Antwort klar: Niemand möchte die Geburt seines ersten Kindes verpassen.“

Medienberichten zufolge zieht der belgische Verband einen Express-Hin- und Rückflug von Seattle nach London per Privatjet für Doku in Betracht – rund neun Flugstunden. Ob Belgien die K.-o.-Runde erreicht, entscheidet sich am kommenden Samstag im Duell mit Neuseeland.

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