Von George Dimitropoulos & euronews mit ΑΠΕ – ΜΠΕ
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Ein 37-jähriger ausländischer Staatsbürger palästinensischer Herkunft wurde am Samstag um Mitternacht auf Kreta im Rahmen einer gemeinsamen Operation des Nationalen Nachrichtendienstes (EYP) und der Terrorismusbekämpfungsbehörde für besondere Gewaltverbrechen (DAEEB) festgenommen. Ihm werden Verbindungen zur Hamas, Ausbildung, Reisen und die Planung terroristischer Anschläge vorgeworfen.
Lokalen und zyprischen Medien zufolge plante er einen Angriff auf israelische Ziele, möglicherweise mit Sprengstoff auf einem Kreuzfahrtschiff.
Nach Angaben der griechischen Behörden soll der 37-Jährige Kontakt zu Personen gehabt haben, die kürzlich im Rahmen von Terrorismusermittlungen auf Zypern festgenommen wurden.
Bei Durchsuchungen von Wohnhäusern auf Kreta und Athen beschlagnahmten die Behörden unter anderem Mobiltelefone, einen Laptop, Datenspeicher, Bankkarten und Laborgeräte wie Flüssigkeitsspender, chemische Reagenzien und Präzisionswaagen. Nach Angaben des öffentlich-rechtlichen Senders ERT soll er außerdem bestimmte Chemikalien bestellt haben, die er noch nicht erhalten hatte, mit dem Ziel, eine Chemiebombe zu bauen.
Dieselbe Quelle berichtet unter Berufung auf Einschätzungen der Behörden, dass der 37-Jährige nach Zusammenstellung aller Materialien beabsichtigte, die in Zypern festgenommenen Personen zu treffen, und dass sie planten, ihren Angriff auf europäischem Boden durchzuführen – der genaue Ort ist noch unbekannt – wobei Griechenland als möglicher Standort und ein israelisches Ziel galt.
Es wird erwartet, dass der Festgenommene dem Staatsanwalt vorgeführt wird, während die Ermittlungen andauern.
Laut Cretalive lebte der 37-Jährige seit fast zwei Jahren in der Gegend von Agios Nikolaos und arbeitete in einem Hotel. Er hatte keine Familie auf Kreta und blieb lokalen Quellen zufolge unauffällig. Berichten zufolge hält er sich legal im Land auf.
Laut der Nachrichtenseite Phileleftheros gab der 37-Jährige zu, dass er Kontakte zu anderen Personen hatte und an Aktivitäten zur Durchführung eines Terroranschlags auf israelische Ziele in einem europäischen Land beteiligt war.
Offenbar befand er sich noch in der Vorbereitungsphase und verfügte noch nicht über die nötigen Mittel, um in die nächste Phase überzugehen. Die Behörden gehen davon aus, dass ein Kreuzfahrtschiff das Ziel gewesen sein könnte; Allerdings war der Plan noch nicht über das Stadium der Materialbeschaffung hinausgekommen.
Es wird auch angenommen, dass er einige der Materialien bereits bestellt hatte, aber keine Zeit hatte, sie zu nutzen.
Zusätzliche Quellen • CretaLive, Deutschland, Griechenland
