Feierliche Gala
Kölner Oper nach 14 Jahren zurück – Burmester entschuldigt sich
24.09.2026 – 22:03 UhrLesedauer: 3 Min.

Nach 14 Jahren Bauzeit hat Köln seine sanierte Oper zurück. Oberbürgermeister Burmester entschuldigte sich bei den Kölnern für die jahrelangen Fehler und Verzögerungen.
Der Offenbachplatz füllt sich am Donnerstagabend zunehmend. Vor der frisch sanierten Oper ist ein roter Teppich ausgerollt, geladene Gäste gehen an den Absperrungen vorbei in das Gebäude. Immer wieder bleiben Passanten stehen, schauen hinüber, zücken ihre Handys. Nach 14 Jahren Bauzeit ist an diesem 24. September ein Abend gekommen, auf den Köln lange gewartet hat.
„Das Dreigestirn der Oper“, scherzt Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) als er Opernintendant Hein Mulders und Schauspiel-Intendant Kay Voges auf den roten Teppich bittet und die drei, sichtlich erfreut über den Abend, zahlreiche Gäste empfangen. Unter ihnen Kölns ehemalige Oberbürgermeisterin Henriette Reker, Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller, die Journalistin und Publizistin Alice Schwarzer sowie Schauspieler Dietmar Bär.
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Burmester bei Opern-Eröffnung: „Die Zeit des Wartens ist vorbei“
Im Opernhaus selbst richtet sich der Blick dann auf Burmester. In seiner Rede spricht Kölns Oberbürgermeister über die Freude über die Rückkehr der Bühnen an den Offenbachplatz – aber auch über die jahrelangen Verzögerungen und Fehler bei der Sanierung.
„Die Zeit des Wartens ist vorbei“, sagt Burmester. 14 Jahre lang sei der Ort für die Kölnerinnen und Kölner unerreichbar gewesen, 14 Jahre lang seien die Bühnen „sehr schmerzlich vermisst“ worden.
Dabei spart der Oberbürgermeister die Geschichte der Sanierung nicht aus. Die Bauzäune rund um den Offenbachplatz seien irgendwann selbst zu einem Symbol geworden: Hinter ihnen sollte etwas Großes entstehen, während von außen viel zu oft der Eindruck entstanden sei, dass es nicht vorangehe.
Burmester entschuldigt sich bei den Kölnern für Opern-Desaster
Termine wurden nicht eingehalten, Unternehmen fielen aus, Planungen liefen ins Leere. Dann wird Burmester deutlich: „Die Fehler, die gemacht worden sind, kann und will ich nicht kleinreden.“
Und er verbindet diese Feststellung mit einer Entschuldigung: „Als Oberbürgermeister entschuldige ich mich für diese Fehler, die wir gemacht haben, bei den Kölnerinnen und Kölnern.“
Aus der Geschichte müsse die Stadt lernen, sagt Burmester. Risiken müssten künftig professioneller gemanagt und Alternativen früher mitgedacht werden.
Kölner Oper: „Kein Palast für wenige“
Gleichzeitig will Burmester den Eröffnungsabend ausdrücklich nicht allein unter dem Eindruck der jahrelangen Probleme stehen lassen. Nun sei die Zeit gekommen, nach vorne zu schauen. Die Kosten einer Sanierung dürften niemals der Maßstab sein, an dem sich der Wert einer kulturellen Institution messe.