Stau am Freitagabend

Lkw ignorieren Verbot auf Kölner A4: Bußgelder drohen


12.06.2026 – 17:24 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Blitzer an einer Autobahn in Nordrhein-Westfalen (Symbolbild): An der maroden A4-Brücke am Eifeltor gibt es nun ein Duchfahrtsverbot für Lkw. (Quelle: IMAGO/Jochen Tack)

Trotz Sperrung fahren offenbar weiter zahlreiche Lastwagen über die marode Brücke am Eifeltor. Die Polizei will Verstöße ahnden – es drohen hohe Bußgelder.

Das neue Durchfahrtsverbot für Lkw auf der A4 am Kölner Eifeltor wird offenbar weiterhin vielfach missachtet. Nach Angaben der Polizei stellten die eingesetzten Kräfte am Donnerstag vor Ort fest, dass es trotz der seit Mittwochabend geltenden Regelung weiterhin zu einer Vielzahl von Verstößen kommt.

Betroffen ist der Abschnitt der A4 in Fahrtrichtung Olpe zwischen den Anschlussstellen Köln-Klettenberg und Köln-Eifeltor. Lastwagen über 7,5 Tonnen dürfen die Strecke dort nicht mehr befahren. Grund ist der marode Zustand der Brücke am Eifeltor. Die Autobahn GmbH hatte bereits mitgeteilt, dass bei anhaltender Belastung im schlimmsten Fall sogar eine Vollsperrung der A4 in Fahrtrichtung Olpe drohen könnte.

Wie ein Reporter vor Ort berichtete, bildete sich am Freitagabend auf der A4 zwischen Frechen-Nord und Köln-Klettenberg ein sieben Kilometer langer Stau, aufgrund des Durchfahrtsverbots.

Durchfahrtsverbot für Lkw an der A4: Bei Verstoß Bußgeld

Die Polizei kündigte nun an, festgestellte Verstöße zu verfolgen und zu ahnden. Zuständig ist demnach die Autobahnpolizei. Zusätzlich würden die Maßnahmen vor Ort durch Kräfte des Verkehrsdienstes unterstützt.

Für Lkw-Fahrer kann die Missachtung des Durchfahrtsverbots teuer werden. Nach Angaben der Polizei hängt die Höhe des Bußgelds unter anderem davon ab, wie viele Verbotsschilder missachtet wurden und welche Umstände im Einzelfall vorliegen. Bei fahrlässigem Handeln können demnach Bußgelder von bis zu 500 Euro fällig werden. Bei vorsätzlichem Handeln sind sogar bis zu 1.000 Euro möglich.

Die Autobahn GmbH hatte zuvor bereits angekündigt, einen sogenannten Silhouettenblitzer einzusetzen. Dieser soll verbotswidrig fahrende Fahrzeuge automatisiert erkennen und so die Ahndung der Verstöße ermöglichen. Ziel sei es, die Belastung des Bauwerks zu reduzieren und die Einhaltung des Fahrverbots sicherzustellen.

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