Umfassende Änderungen
Entwickler wollen ChatGPT zur Super-App umbauen
08.06.2026 – 16:46 UhrLesedauer: 2 Min.
OpenAI plant die größte Umgestaltung von ChatGPT seit dem Start des Chatbots. Künftig soll die Plattform deutlich mehr können als nur Fragen beantworten.
OpenAI bereitet die größte Überarbeitung von ChatGPT seit dessen Einführung vor. Das berichtet die „Financial Times“ unter Berufung auf aktuelle und ehemalige Mitarbeiter des Unternehmens.
Demnach wollen die Entwickler ihren Chatbot zu einer Plattform ausbauen, die Programmierwerkzeuge, KI-Agenten und weitere Anwendungen bündelt. Dem Bericht zufolge soll ChatGPT als zentrale Anlaufstelle dienen, über die Nutzer auf die KI-Dienste zugreifen können – also eine Art Super-App für alle Bedürfnisse.
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OpenAI reagiere damit auf den steigenden Druck, den Umsatz zu erhöhen und den Weg zu einer nachhaltigen Profitabilität zu finden, heißt es. Das Ziel des Umbaus sei es, als Vorbereitung auf einen Börsengang neue Einnahmequellen zu erschließen und stärker im Markt mit Geschäftskunden zu wachsen.
Mehr Fokus auf KI-Agenten
Nach Einschätzung von OpenAI liege die Zukunft der Künstlichen Intelligenz nicht allein in Chatbots. Stattdessen sollen sogenannte KI-Agenten Aufgaben selbstständig übernehmen, etwa Termine organisieren, Reisen buchen oder andere Arbeitsabläufe erledigen, so die „Financial Times“.
Eine wichtige Rolle beim Umbau spiele dabei das Programmierwerkzeug Codex. Mit dem Dienst können Anwender Programmcode für Software mit einfachen Anweisungen – sogenannten Prompts – erstellen.
Laut dem Bericht wächst die Zahl der Codex-Nutzer deutlich. Die zwei Millionen Unternehmen, die OpenAI-Produkte nutzen, erwirtschafteten derzeit rund 40 Prozent der Einnahmen des Unternehmens, heißt es. OpenAI erwarte, dass dieser Anteil bis Jahresende auf 50 Prozent steige.
Änderungen sollen bald sichtbar werden
Die ersten Neuerungen sollen in den kommenden Wochen in der Browser-Variante von ChatGPT und in den mobilen Apps erscheinen. Nutzer sollen dort verstärkt auf die Programmierfunktionen und die Bildgenerierung hingewiesen werden.
OpenAI-Führungskräfte gingen davon aus, dass Nutzer künftig zunehmend mit einem einzigen KI-Assistenten statt mit einer Vielzahl separater Anwendungen interagieren werden, so die „Financial Times“. Je leistungsfähiger KI-Agenten würden, desto stärker dürften die Grenzen zwischen Chatbots, Programmierwerkzeugen und Suchmaschinen verschwimmen.
